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9783895009679

Wulf, Christine

Die Inschriften des Landkreises Hildesheim

2014
19,0 x 27,0 cm, 560 S., 164 s/w Abb., 43 farb. Abb., 80 Tafeln, Schutzumschlag
69,00 €

ISBN: 9783895009679
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Probekapitel

Kurze Beschreibung

Der Band bietet eine kommentierte Edition von ca. 450 Inschriftentexten sowie Jahreszahlen und Initialen von 83 weiteren Objekten aus einer dörflich geprägten Region Niedersachsens. Einen Schwerpunkt bilden die knapp 100 Glockeninschriften, die einen authentischen Einblick in die Hildesheimer Glockenlandschaft mit ihren verschiedenen Gußwerkstätten gestatten. Die zahlreichen Grabinschriften dokumentieren die Memorialkultur vor allem des ländlichen Adels sowie der evangelischen Pastoren und der herzoglichen Amtmänner. Neben den Glockeninschriften geben die Inschriften auf Altarretabeln, Opferstöcken und Kelchen wertvolle Hinweise u. a. darauf, wie sich das Innere der Kirchen durch die Reformation verändert hat und welche Rolle Stiftungen und Stifter dabei gespielt haben. Nur etwa 60 Inschriftentexte stammen aus mittelalterlicher Zeit, der Schwerpunkt der Überlieferung liegt in der frühen Neuzeit. Zusammen mit den bereits vorliegenden Inschriften der Stadt Hildesheim (DI 58) wird nunmehr auf der Grundlage von fast 1500 Inschriften, Initialen und Daten das Spannungsfeld von Peripherie und Zentrum für ein zentrales Gebiet der ehemaligen welfischen Territorien in der inschriftlichen Überlieferung sichtbar.

Rezensionen

„Insgesamt nämlich bietet die vorliegende Ausgabe nicht nur der Sprachgeschichtsforschung, sondern diversen weiteren kulturhistorisch ausgerichteten Disziplinen von der Bauforschung bis zur Liturgiewissenschaft eine reichhaltige Fundgrube, zu deren Auswertung nur nachdrücklich ermutigt werden kann.“

Von Nikolaus Ruge

In: Beiträge zur Namensforschung, Band 51, Heft1 (2016), S.119-122.

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„Anders als diese erste Inschriftenedition zum Raum Hildesheim ist es diesmal vor allem der ländliche Raum, der durch diese Arbeit systematisch erschlossen wird. Wie im Gesamtunternehmen der DI üblich, umfasst der Band alle mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften bis 1650; die älteste Überlieferung startet in diesem Fall
im 13. Jahrhundert. (...) Wie immer bei der Rezension von Inschrifteneditionen mit ihren zahlreichen kleinen Mikrokosmen in jeder Katalognummer kann hier nur eine kleine Auswahl des reichen Materials vorgestellt werden. So bleibt abschließend nur festzustellen, dass hiennit ein gehaltvoller, weiterer Band der Deutschen Inschriften sehr zur Freude nicht nur jedes Epigraphikers vorliegt.“

Von PD Dr. Romedio Schmitz-Esser

In: Mediaevistik 28, 2015, S. 583-584.
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„Nachdem Christine Wulf bereits 2003 die Edition der Inschriften der Stadt Hildesheim in zwei Bänden vorgelegt hat, ist 2014 auch die von ihr erarbeitete Edition der erhaltenen sowie der kopial überlieferten epigraphischen Zeugnisse des Landkreises Hildesheim erschienen. Somit steht dieser Bestand nun der Regionalforschung geschlossen - und gewohnt gewissenhaft aufbereitet - zur Verfügung. (...) Die Durchsicht des 464 Inschriftenträger umfassenden Katalogteils lässt erahnen, welchen Forschungskontexten die vorliegende Edition neue Quellen bietet und bereits bekannte Zeugnisse fachlich fundiert erschließt. (...) Wie in den Publikationen der Deutschen Inschriften üblich, werden Jahreszahlen, Initialen und Christusmonogramme sowie Meisterzeichen und Hausmarken in zwei separaten Anhängen aufgeführt. Das differenzierte und umfangreiche Register, das den Bedürfnissen sowohl der Geschichtswissenschaft und ihrer Hilfswissenschaften als auch denen der Philologien und der Kunstgeschichte Rechnung trägt, sowie der 207 hochwertige Abbildungen beinhaltende Tafelteil bilden den Abschluss.“

Von Katharina Ulrike Mersch

In: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Bd. 87, 2015, S. 415-416.


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„Der Autorin kann man nur gratulieren für dieses Grundlagenwerk für vierhundert Jahre Erinnerungskultur einer Region anhand der umfassenden Sammlung und Kommentierung der Inschriften.“

In: Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte, 112 (2014), S. 213-214.
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„Zusammen mit den bereits vorliegenden Inschriften der Stadt Hildesheim (DI 58) wird nunmehr auf der Grundlage von fast 1500 Inschriften, Initialen und Daten das Spannungsfeld von Peripherie und Zentrum für ein zentrales Gebiet der ehemaligen welfischen Territorien in der inschriftlichen Überlieferung sichtbar.“

In: http://www.fachbuchkritik.de/html/die_inschriften_des_landkreise.html, 27.02.2015, 14:50.

Reihentext


Das Ziel des Projektes ist die Sammlung und Edition aller lateinischen und deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zum Jahr 1650. Das Sammelgebiet umfasst nach heutigem Stand Deutschland und Österreich sowie Südtirol. Die Ergebnisse der Sammlung werden in den DI-Bänden ediert. Ein Band beinhaltet entweder die Inschriften eines bzw. mehrerer Stadt- oder Landkreise oder die Inschriften einzelner Städte. Bei Städten mit besonders großem Inschriftenbestand werden Einzelkomplexe gesondert ediert. Aufgenommen werden sowohl die noch erhaltenen als auch die nur mehr kopial überlieferten Inschriften. Das Projekt “Die Deutschen Inschriften” ist das bei Weitem älteste moderne Unternehmen zur Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften. Begründet wurde es vor über 75 Jahren als Gemeinschaftsunternehmen der wissenschaftlichen Akademien in Deutschland und Österreich auf Initiative des Germanisten Friedrich Panzer (Heidelberg) unter wesentlicher Mitwirkung der Historiker Karl Brandi (Göttingen) und Hans Hirsch (Wien).

Schlagworte

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