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9783954900817

Herausgeber: von Breitenbach, Petra; Zimmermann, Reinhard

Mitarbeit: Kotb, Sigrun

Christa Moering

Werkkatalog (1929- 2012) und Edition Tagebuch (1944-1956)

2015
24,5 x 32,0 cm, 576 S., 1413 farb. Abb., 167 s/w Abb., 915 Werke, Schutzumschlag
98,00 €

ISBN: 9783954900817
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Probekapitel

Kurze Beschreibung

Der Werkkatalog präsentiert erstmals das gesamte künstlerische Oeuvre von Christa Moering in größtmöglicher Vollständigkeit. Der Katalog umfasst 930 Werke. Der größte Teil der Bilder wurde eigens für die Publikation neu fotografiert. Die Werke werden dabei, der Technik entsprechend, in Gruppen (Öl, Pastell, Aquarell, Zeichnung, Entwürfe) und innerhalb der Gruppen chronologisch angeordnet. Im Tafelteil findet sich eine Auswahl der Bilder, die in fünf Themenbereichen technik­übergreifend gezeigt werden: Landschaften, Häuser und Gärten, Stilleben und Blumen, Menschen und Skulpturen, Porträts. Bei der Zusammenstellung des Tafelteils haben nicht zuletzt künstlerische Gesichtspunkte eine wesentliche Rolle gespielt – vergleichbar mit der Hängung von Bildern in Ausstellungen.

Das Tagebuch Christa Moerings ist eine bedeutende Quelle zu den Monaten kurz vor Kriegsende und zur Nachkriegszeit – sowohl in zeitgeschichtlicher wie in kunstgeschichtlicher Hinsicht: Erlebnisse und Beobachtungen des Zeitgeschehens und künstlerische Reflexionen sind ständig ineinander verwoben. Bei den künstlerischen Reflexionen spielt das Leitmotiv der deutschen Nachkriegszeit eine hervorragende Rolle: das Verhältnis von gegenständlicher und abstrakter Kunst, über das sich die Künstlerin immer wieder Rechenschaft abzulegen sucht, um ihre eigene Position zu finden.

Zahlreiche Verzeichnisse ergänzen die einzigartige Verknüpfung von Text- und Bildzeugnissen aus einer für die deutsche Geschichte prägenden Zeit. Die Publikation wird so zu einer umfassenden Dokumentation der inneren Auseinandersetzung mit den künstlerischen Möglichkeiten der Nachkriegszeit. Dieser für die gesamtdeutsche Kunstgeschichte interessante Aspekt des Bandes wird ergänzt durch zahlreiche Informationen über das Kunstleben Wiesbadens im Kontext des künstlerischen Umfeldes, das in Wiesbaden durch die von Christa Moering mitgegründete Gruppe 50 bestimmt war.

Rezensionen

„Zum wertvollen Findbuch wird dese Publikation durch die eingefügten Glossare, Personen- und Ortsverzeichnisse. Und auch (...) die Aufteilung der 920 Werke sowohl nach Sujets als auch nach Technik ist hilfreich. Dies ermöglicht dem Leser, sich dem Werk Christa Moerings aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. Der Katalog, erschienen in der Reihe Kunstgeschichte Wiesbaden der Kunstarche Wiesbaden, überzeugt durch seinen Umfang und seine inhaltliche Qualität. Ein Werkverzeichnis ist naturgemäß niemals vollständig und endgültig abgeschlossen. Der Autorin ist es jedoch gelungen, eine Vielzahl der Werke aus der langjährigen Schaffenszeit Moerings zusammenzutragen, sinnvoll und kritisch zu gliedern und mit eigenen schriftlichen
Zeugnissen der Künstlerin inhaltlich zu untermauern. So kann Moering hinsichtlich ihrer Kunstauffassung selbst zu Wort kommen und es bleibt nicht nur bei einer Interpretation ihrer Werke – ein weiterer wertvoller Baustein für die Wiesbadener Kunstgeschichte“

Von Tanja Bernsau

In: Nassauische Annalen, 127 (2016), S. 353-354.
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„Ein bildgewaltiger Bildband über das Schaffen einer aussergewöhnlichen Künstlerin. (...) Der hochwertige Bildband bietet Bilder in fünf Themenbereichen und zeigt somit das gesamte Spektrum ihrer Leistungsfähigkeit. Der Bildband kann jedem Kunstliebhaber nur wärmstens empfohlen werden.“

In: www.fachbuchkritik.de/html/christa_moering_werkskatalog.html

Autoreninfo

Christa Moering (10.12.1916 – 9.6.2013), aufgewachsen in Beesenstedt bei Halle und in Naumburg, künstlerisch in Stettin, Leipzig, Berlin und Frankfurt am Main ausgebildet, verlebte die Nachkriegszeit im Taunus und lebte seit 1950 in Wiesbaden. Dort war sie eine der prägenden Figuren des Kunstlebens. Sie war Mitbegründerin der „Gruppe 50“, eröffnete 1958 das „Atelier Moering“ und leitete eine eigene Malschule. Bewusst entschied sie sich entgegen der aktuellen künstlerischen Strömung (abstrakte Malerei) für gegenständliche Malerei und entwickelte eine eigene künstlerische Ausdrucksweise. Ihr umfangreiches Werk, in dem auch die Eindrücke ihrer zahlreichen Reisen verarbeitet wurden, ist geprägt von farbenfrohen, atmosphärisch dichten Ölbildern, Pastellen und Aquarellen. 1978 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und wurde 1996 als erste Frau Ehrenbürgerin der Stadt Wiesbaden. 2008 wurde der zentrale Platz im neuen Künstlerviertel Wiesbaden nach ihr benannt. 2009 wurde Christa Moering Namensgeberin für das von der Stadt Wiesbaden eingerichtete Stipendium für­ bildende Künstlerinnen in Wiesbaden.

Schlagworte

Aquarellmalerei (2) || Deutschland (227) || Frauen (7) || Hessen (9) || Katalog (12) || Kunst: Themen und Techniken (362) || Kunstformen (156) || Malerei (6) || Malerei und Gemälde (35) || Mitteleuropa (230) || Südwestdeutschland (46) || einzelne Künstler, Künstlermonografien (3) || Ölmalerei (2)