(0)

Sehr geehrte AutorInnen und Herausgeber,

Gerne können Sie uns Ihre Manuskripte zur Prüfung einreichen. Wir freuen uns auf neue und interessante Projekte.

Bitte senden Sie uns Ihre (vorzugsweise offene) Datei per E-Mail mit einer kurzen Inhaltsbeschreibung und Ihren Publikationsvorstellungen (z. B. Format, Abbildungen etc.) und/oder senden Sie uns den ausgefüllten Projektfragebogen (wo nötig mit Schätzungen) zu:

Projektfragebogen

Falls Sie Informationen über die im Verlag benutzten Druckformate benötigen, finden Sie hier verschiedene Vorlagen. Bei Fragen können Sie sich gern an unser Herstellteam wenden.

Layouthinweise Druckvorlagen • Deutsche Version

als Word Datei (34 kb)
als PDF Datei (73 kb)

Autorenangaben für Marketing • Deutsche Version

als Word Datei (24 kb)
als PDF Datei (75 kb)

Redaktionshinweise Reihe Forum Zeitpunkt / Musiktherapie

als Word Datei (32 kb)
als PDF Datei (86 kb)

 

Hier geht es zur Uploadfunktion für Autoren mit Verlagsvertrag.

 

 

 

 

„VG Wort“- Urteil zu Kopiervergütungen  –  Verlage in Gefahr

Wie Sie vielleicht der Presse bereits entnommen haben, gibt es durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 21. April 2016 heftige Probleme in der Verlagslandschaft: Kopiervergütungen, die zum Ausgleich für das Kopieren vorgesehen sind, sollen aktuell nicht mehr an Verlage gezahlt werden, obwohl ohne gedruckte Bücher kein Kopieren möglich ist und der Gesetzgeber einen entsprechenden Ausgleich vorgesehen hat. Das Verfahren, mit dem durch die VG Wort jahrzehntelang im Einvernehmen die Einnahmen sowohl an AutorInnen als auch an Verlage ausgeschüttet wurden, soll nun ungültig sein. Leider weist das Gesetz, das dem Verfahren zugrundeliegt, formale Lücken auf. Diese Lücken haben zu einem formaljuristischem Urteil des BGH geführt, dass die Verlage nicht mehr zu beteiligen seien. Gleichzeitig ruft der BGH die Politik zur Nachbesserung auf, da der Zustand gesetzgeberisch nicht gewollt ist. Diese Nachbesserung ist zwar in Aussicht, aber bisher nur teilweise geschehen – auf EU-Ebene und national ein Vorgang, der sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. In der Zwischenzeit sind die Verlage mit dem Problem konfrontiert, dass die Einnahmen, die in viele Kalkulationen bzw. Buchprojekte eingeflossen sind, ausbleiben bzw. für einige Jahre sogar zurückgezahlt werden sollen. Das führt für viele Verlage zu wirtschaftlich schwierigen Zeiten bis hin zur Insolvenz. Eine Verfassungsklage ist unterwegs, wird aber Jahre dauern - was dann passiert, wenn die Rückabwicklung dann zurückabgewickelt werden muss .... ? Diejenigen, die von dem Urteil vor allem profitieren, sind nicht nur langfristig, sondern auch kurzfristig die Unternehmen der Geräteindustrie (Computer, Drucker etc.), die teilweise den gesetzlich vorgesehenen Ausgleich an die VG Wort jetzt schon nicht mehr voll zahlen, sie kürzen die Abgaben um einen Verlagsanteil. Die VG Wort mit der gemeinsamen Rechtevertretung und Durchsetzung der Ansprüche sollte im Interesse aller AutorInnen und Verlage bestehen bleiben und weiterhin die gemeinsame Sache verfolgen.

Viele Jahre haben wir mit Ihnen als AutorInnen und HerausgeberInnen erfolgreich zusammengearbeitet und Bücher mit hoher Qualität in Inhalt und Ausstattung gemeinsam geschaffen. Damit diese Qualität auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben kann, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe bei der Bewältigung der Situation und werden uns in der nächsten Zeit, Anfang des Jahres 2017 mit einem entsprechenden Anschreiben an Sie wenden. Wir bitten Sie jetzt schon um Ihr Verständnis für unser Anliegen.

 

Das VG Wort Urteil und die Folgen

https://www.boersenblatt.net/artikel-vg-wort-urteil_des_bundesgerichtshofs.1136361.html

Das Urteil des Bundesgerichtshofs hat für eine große Zahl von Verlagen zum Teil katastrophale wirtschaftliche Folgen.

"Das geht zulasten der kulturellen Vielfalt in der Buchbranche"

http://www.boersenblatt.net/artikel-interview_mit_alexander_skipis.1136362.html

 

Versuch einer schnellen gesetzgeberischen Lösung – nicht so schnell wie nötig

Bundestag fordert Verlegerbeteiligung

https://www.boersenblatt.net/artikel-verguetungen_fuer_urheber___neues_verwertungsgesellschaftengesetz__vgg_.1139359.html

Bund bereitet gesetzliche Übergangslösung für Verlegerbeteiligung vor

https://www.boersenblatt.net/artikel-vg_wort.1175472.html

"Eine Fortsetzung der Verlegerbeteiligung wird auch von der EU-Kommission befürwortet"

https://www.boersenblatt.net/artikel-interview_mit_rechtsanwalt_ole_jani.1234975.html

Börsenverein begrüßt geplante EU-Neuregelung

Nach Plänen der EU-Kommission sollen Verlage auch künftig einen Ausgleich für Privatkopien oder sonstige gesetzlich zulässige Nutzungen ihrer Werke erhalten können.

https://www.boersenblatt.net/artikel-ausschuettungen_der_verwertungsgesellschaften.1236962.html

Bundestag und Bundesrat haben am 15./16. Dezember 2016 eine Übergangslösung bis zur europäischen Regelung beschlossen (Urhebervertragsrecht). Die europäische Lösung steht noch aus

http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/pressemitteilungen/16.12.2016_Verlegerbeteiligung_Bundestag_PM.pdf

 https://www.boersenblatt.net/artikel-ausschuettungen_von_verwertungsgesellschaften.1265685.html

 

Probleme in der Zwischenzeit

 

Streit um Vergütung. Großangriff auf die VG Wort

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/streit-um-verguetung-grossangriff-auf-die-vg-wort-14424986.html

Zerstörung, Teil eins

Wie zerlegt man eine Organisation? Man braucht passende juristische Werkzeuge und eine Minderheit, die sie entschlossen nutzt: Was dann geschieht, zeigt die Mitgliederversammlung der VG Wort. FAZ

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/zukunft-der-vg-wort-zerstoerung-teil-eins-14430526.html

VG Wort auf der Suche nach einer Lösung

https://www.boersenblatt.net/artikel-vg_wort_nach_abstimmungsniederlage_unter_druck_.1236656.html

Die schwierige Suche nach einem Ausweg. Medienrechtstagung 13.09.2016

Plan der VG Wort: AutorInnen werden um nachträgliche Rechteübertragung gebeten

https://www.boersenblatt.net/artikel-medienrechtstagung_zum_vg_wort-urteil.1236865.html

VG Wort mit einer Zwischenlösung für Verlagsanteil. Mitgliederversammlung 26.11.2016

http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/pressemitteilungen/27.11.2016_PM_Mitgliederversammlung.pdf

 

Liebe AutorInnen und HerausgeberInnen,

Bitte helfen Sie uns, die Folgen dieser sachfremden Entscheidung abzumildern – wenn Sie einverstanden sind damit, dass Verlage wie bisher und wie der Gesetzgeber dies vorgesehen und gerade noch einmal bestätigt hat, auch einen Anteil der Kopiervergütung bekommen: bitte stellen Sie den von der VG Wort zurückzufordernden Verlagsanteil an den Ausschüttungen nachträglich zur Verfügung (juristisch: Verzicht auf Nachforderungen). Ihre normalen Ausschüttungen als Autor/in treten Sie damit NICHT ab, es geht nur um den Verlagsanteil.

Juristisch ist dies im Moment der einzige Weg, der von Justiz und Gesetzgeber angerichteten verworrenen Situation zu begegnen. Das genaue Procedere hat nun die Mitgliederversammlung der VG Wort am 26. November 2016 festgelegt. Die VG Bildkunst hat bereits früher gehandelt.

 Eine Abtretung des Verlagsanteils ist nach der VG Wort nur AutorInnen möglich, die Wahrnehmungsberechtigte/r der VG Wort sind. Falls Sie dies nicht sind, betrifft Sie dieses Anliegen für die Rückabwicklung des Verlagsanteils für Bücher aus den Jahren 2011-2015 nicht.

Publikationen in den Jahren 2015 und 2016 können noch angemeldet werden.

Alle AutorInnen, die noch nicht Wahrnehmungsberechtigte der VG Wort sind, geben einen Vorteil für sich aus der Hand – nehmen Sie an den Ausschüttungen der VG Wort teil, so wie wir das nach der Publikation empfohlen haben.

Sie können sich hierfür sofort bei der VG Wort anmelden:

http://www.vgwort.de/teilnahmemoeglichkeiten/wahrnehmungsberechtigte.html

Nach dem Plan der VG Wort ist es für den Verlag möglich, für die Ausschüttungen des zurückgehaltenen Verlagsanteils für Bücher des Jahres 2015 (Ausschüttung in 2016) nachträglich an Sie heranzutreten. Auch hier sind wir auf Sie angewiesen.

Falls Sie eine nachträgliche Abtretung des Verlagsanteils nicht vornehmen möchten, sind Sie selbstverständlich frei, dies nicht zu tun. Da die Verzichtserklärung anonym für den Verlag nur gegenüber der VG Wort erfolgt, wird der Verlag nicht wissen, wie Ihre Entscheidung ausfällt.

Zur konkreten Abwicklung des Verfahrens:

1) Wir senden Ihnen die entsprechenden Formulare in Papierform zu. Es ist auch möglich, diese im Onlineportal der VG Wort abzurufen und auszudrucken. Bitte senden Sie eine unterschriebene Erklärung per Post, Fax oder Scan/mail NUR an die VG Wort (nicht an den Verlag).

2) Die Verzichtserklärung kann auch online beim Meldeportal der VG Wort abgegeben werden - mit Angabe der VG Wort Mitgliedsnummer des Verlags 790663.
https://tom.vgwort.de/portal/login

 Hier finden Sie noch Hintergründe zum Verfahren und zusammengefasst mögliche Gründe für Ihre Entscheidung

http://www.boersenverein.de/sixcms/media.php/976/Nichtgeltendmachung_von_Nachforderungsanspr%C3%BCchen.pdf

Ausführliche Hintergründe: http://www.boersenverein.de/sixcms/media.php/976/VG_Wort_Oktober_2016.pdf

Bei Autoren, die ihre Werke durch Fotos oder sonstige Abbildungen illustriert haben („Eigenillustration“) gilt, dass die Vergütung für Abbildungen in eigenen Werken an Autoren durch die VG Wort ausgeschüttet wurde, jedoch die VG Bildkunst für den Verlagsanteil zuständig war. Diese Teilung der Aufgaben zwischen den Verwertungsgesellschaften führt nun dazu, dass der Verlag wegen der Rückabwicklung der Ausschüttungen der VG Bildkunst an Autoren mit Eigenillustration über das Formular der VG Wort (für Bücher der Jahre 2011-2015) und gleichzeitig auch - um den Bildanteil zu bestimmen und für frühere Jahre -  auch mit dem Formular der VG Bildkunst, also doppelt herantreten muss/kann. Die Rückabwicklung des Verlagsanteils führt im Bildbereich nicht zu einer höheren Einzelausschüttung an den Autor, der die Eigenillustration erbracht hat, sondern nur zu einer Erhöhung des Gesamtausschüttungsvolumens der VG Wort (das dann wieder an alle ca. 500.000 Autoren, in der Regel nur Textautoren, verteilt wird - im Gießkannenprinzip). Die genaue Regelung der Rückabwicklung zwischen VG Wort und VG Bildkunst steht derzeit noch aus. Hierbei geht es zwar um große Zeiträume, da von der VG Wort/ VG Bildkunst Summen aus Prozessen um Gerätevergütungen aus den Jahren 2001-2007 ausgeschüttet werden, Zeiträume, in denen viele Bücher erschienen sind (Bücher aus den Jahren 1996-2016 sind betroffen), allerdings ist durch die unübersichtliche Lage zwischen VG Wort und VG Bildkunst und die Tatsache der bei Bildrechten oft sehr kleinteiligen Rechtslage die Bearbeitung von Nachmeldungen im Detail kompliziert und nicht sehr erfolgversprechend. Man muss davon ausgehen, dass die Rückzahlungen für Verlage nicht wesentlich geringer werden, trotz großen Verwaltungsaufwands.

Nachmeldungen können bei der VG Bildkunst also in gewissem Umfang vorgenommen werden – hier sind die Verfahrensinformationen

http://www.bildkunst.de/service/verlage-bildagenturen-rueckforderung-und-nachmeldung/rechtslage-und-hintergrund.html

http://www.bildkunst.de/service/verlage-bildagenturen-rueckforderung-und-nachmeldung/informationen-zur-nachmeldung.html

sowie das Formular, das wir Ihnen, sofern Sie Bildautor sind, zusenden werden. Die Rücksendung des Formulars erfolgt im Fall der VG Bildkunst an den Verlag.

http://www.bildkunst.de/service/verlage-bildagenturen-rueckforderung-und-nachmeldung/downloads.html

Wir bitten also um Ihre Unterstützung und hoffen, dass durch Ihre Mitwirkung die Schäden des Urteils gemildert und nicht so schwerwiegend sein werden wie es derzeit zu befürchten ist. Für Ihr Verständnis und Ihre Hilfe danke ich Ihnen im Voraus.

Ursula Reichert, Verlegerin

Was wir daraus lernen können? Bürokratie geht vor Kultur – dies ist der Ton dieses Urteils, dessen Folgen auch Sie als Autor/in mitzutragen haben. Wir im Verlag Tätigen empfinden dieses Urteil als Schlag ins Gesicht – die Arbeit, die wir täglich tun, wird als nichtig gewertet und eine juristische Lücke zu ungunsten kultureller Arbeit in Verlagen ausgelegt. Juristen und fahrlässige Politik zerstören Kultur und gemeinsame Arbeit von Autoren mit Verlagen! Falls Sie dies nicht zulassen möchten, unterstützen Sie uns....