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9783895001017

Herausgeber: Düchting, Reinhard; Kohnle, Antje

Jakob Wimpfeling. Lob des Speyrer Doms. Laudes ecclesiae Spirensis

Faksimile der Inkunabel von 1486. Pfälzische Landesbibliothek Speyer, Inc. 141

1999
16,5 x 24,0 cm, 152 S., 12 s/w Abb., 36 farb. Abb., 36 Faksimileseiten, Leinen
58,00 €

ISBN: 9783895001017

Kurze Beschreibung

Die wichtigste Urkunde zum Dom von Speyer, einer romanischen Kirche, wurde erst einige Jahrhunderte nach ihrem Bau verfasst. Der Autor, Jakob Wimpfeling, ein Humanist aus dem Elsaß, wirkte in den Jahren um 1486 in Speyer als Domprediger. Während seiner Amtszeit sorgte er mit großem Engagement für die bauliche Erhaltung des Gebäudes und bemühte sich – vor dem Hintergrund liturgischer Reformbestrebungen auch an anderen Orten – um eine verbesserte gottesdienstliche Praxis.
Dieses Lobgedicht ist die erste monographische Darstellung des Speyerer Doms. Der Erstdruck von 1486 war jedoch nur wenigen Zeitgenossenbekannt. Erst durch einen Wiederabdruck in der „Speyerer Chronik“ von Wilhelm Eysengrein aus dem Jahre 1564 fand das Werk eine breitere Wirkung.
Wimpfelings Lobgedicht enthält neben den Berichten über die gottesdienstliche Praxis interessante Einzelheiten über die baulichen Veränderungen des Gebäudes, Ausstattung, Beleuchtung, sowie zur Nutzung des liturgischen Geräts.
Die Faksimileausgabe enthält einen Abdruck der in der pfälzischen Landesbibliothek aufbewahrten Inkunabel, eine kritische Edition und möglichst wortgetreue Übersetzung des Textes sowie eine ausführliche Darstellung des historischen und kunsthistorischen Hintergrunds. Ein Abriss der Biographie Wimpfelings und des historischen Umfelds ergänzen die Edition.

Ausführliche Beschreibung

Die wichtigste Urkunde zum Dom von Speyer, einer romanischen Kirche, wurde erst einige Jahrhunderte nach dem Bau verfasst. Der Autor, Jakob Wimpfeling, ein Humanist aus dem Elsaß, wirkte in den Jahren um 1486 in Speyer als Domprediger. Während seiner Amtszeit sorgte er mit großem Engagement für die bauliche Erhaltung des Gebäudes und bemühte sich um Verbesserung in der gottesdienstlichen Praxis - vor dem Hintergrund liturgischer Reformbemühungen auch an anderen Orten des spätmittelalterlichen Deutschland.
Dieses Lobgedicht ist die erste monographische Darstellung des Speyerer Doms. Der Erstdruck von 1486 war unter den Zeitgenossen kaum bekannt – die Inkunabel wurde wohl nur in sehr geringer Auflage gedruckt. Erst ein Wiederabdruck fast 80 Jahre später in der Speyerer Chronik von Wilhelm Eysengrein aus dem Jahre 1564 verschaffte dem Werk breitere Wirkung.
Wimpfelings Lobgedicht beschreibt die jüngsten Bauleistungen am Speyerer Dom und die dort im Gottesdienst eingeführten liturgischen Reformen. Besonderes Anliegen ist Wimpfeling die Darstellung der persönlichen Frömmigkeit und menschlichen Integrität der Mitglieder des Speyerer Domkapitels. Vor dem Hintergrund der zu dieser Zeit sonst häufigen Klagen über Vernachlässigung geistlicher Pflichten durch den Klerus im vorreformatorischen Deutschland ist dieses besondere Anliegen verständlich.
Die Quelle enthält neben den Berichten über die gottesdienstliche Praxis interessante Einzelheiten über die baulichen Veränderungen des Gebäudes, Ausstattung, Beleuchtung, auch zur Nutzung des liturgischen Geräts.
Die Faksimileausgabe enthält einen Abdruck der in der pfälzischen Landesbibliothek aufbewahrten Inkunabel, eine kritische Edition und möglichst wortgetreue Übersetzung des Textes sowie eine ausführliche Darstellung des historischen und kunsthistorischen Hintergrunds. Ein Abriß der Biographie Wimpfelings und des historischen Umfelds ergänzen die Edition.

Rezensionen

„Die Ausgabe selbst ist als Muster ähnlichen Unternehmen zu empfehlen: wissenschaftlich reich belegt und doch gut lesbar, noch mehr: zum Lesen verlockend, gut ausgestattet, und der Text selbst wird in modernen Typen lat. und mit dt. Übersetzung abgedruckt, ehe er im letzten Teil als Faksimile der Inkunabel präsentiert wird. (...)
Ein mustergültig bereiteter Nachdruck, würdig des Speyrer Domes und des Dichters, der drei Jahrzehnte vor der Reformation die Gottesdienstordnung der großen oberrheinischen Kathedrale bezeugt.“

In: Archiv für Literaturwissenschaft. 45 (2003) Heft 2 und 3. S. 485.

Schlagworte

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