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9783752007695

Bülters, Timo

Heilkunde im Habit

Heilkundliches Wissen und Krankenpflege in den Lüneburger Frauenklöstern im 15. / 16. Jahrhundert

Titel erscheint am 06.07.2026
17,0 x 24,0 cm, 696 S., 30 s/w Abb., 63 farb. Abb., Leinen
149,00 €

ISBN: 9783752007695
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Probekapitel

Kurze Beschreibung

Was wissen wir über Heilkunde in spätmittelalterlichen Frauenklöstern? Gab es Nonnen, die einen Beitrag zu den heilkundlichen Diskursen ihrer Zeit leisteten? Die Studie arbeitet am Beispiel der sog. Lüneburger Frauenklöster heraus, dass die Heilkunde am Übergang zur Frühen Neuzeit zur klösterlichen Lebenswirklichkeit gehörte: Die Sanktimonialen waren Diagnostkerinnen, Pharmazeutinnen und Therapeutinnen. Sie diagnostizierten Krankheiten, stellten Heilmittel her, behandelten erkrankte Mitschwestern und tauschten sich über heilkundliche Sachverhalte aus. Die in den Frauenklöstern tradierte, heilkundliche Wissensbereichs- und Gebrauchsliteratur war Teil des klösterlichen Wissensbestands und stand den heilkundigen Sanktimonialen dabei zur Verfügung. In der Studie wird der bisher noch unerschlossene vernakulärsprachliche Gesamtbestand heilkundlichen Schrifttums des bei Celle gelegenen Klosters Wienhausen erfasst und philologisch sowie kulturhistorisch ausgewertet. Es wird aufgezeigt, dass norddeutsche Nonnen am Übergang zur frühen
Neuzeit heilkundliches Wissen rezipierten, produzierten und an den heilkundlichen Diskursen partizipierten, um selbst heilkundlich tätig sein zu können. Heilkundliches Wissen befand sich also nachweislich in Nonnenhand!

Schlagworte

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