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9783895001628

Herausgeber: Gruendler, Beatrice; Klemm, Verena

Understanding Near Eastern Literatures

2000
17,0 x 24,0 cm, 300 S., Gebunden
48,00 €

ISBN: 9783895001628
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Probekapitel

Kurze Beschreibung

In einem Spektrum von Beiträgen zur arabischen, persischen und türkischen Literatur wird interdisziplinäres Arbeiten in der Orientalistik vorgestellt und reflektiert. Der Band bietet neue Perspektiven auf orientalische Literaturen und ist ein Plädoyer zur fachübergreifenden Vermittlung und Zusammenarbeit.

Ausführliche Beschreibung

Das Buch vereint 19 konzise Studien, die jeweils einen innovativen methodischen Zugang zur arabischen, türkischen oder persischen Literatur (Poesie und Prosa, Klassik und Moderne) erläutern und an einem Beispiel vollziehen. Der Band bietet einen Einblick in den aktuellen Stand des literaturwissenschaftlichen Arbeitens in der Orientalistik: Er zeigt die Methodenvielfalt, die inzwischen in deren Teilfächer (Arabistik, Turkologie, Iranistik) eingezogen ist und demonstriert die systematische Arbeit und Auseinandersetzung mit den jeweils gewählten theoretischen Vorgaben, die alle neue Blickweisen und neue Erkenntnismöglichkeiten über orientalische Literaturen mit sich bringen. Darüber hinaus soll der Band einen wichtigen Schritt hin zur dringend gewünschten und notwendigen Vermittlung der heterogenen Ansätze in den orientalistischen Literaturwissenschaften darstellen. Die Auseinandersetzung mit neuen, fachfremden Konzepten sowie die Prüfung ihrer Tragfähigkeit für das orientalistische Quellenmaterial wurde bislang meist dem Einzelnen überlassen. Die Fruchtbarkeit einer Zusammenarbeit hat sich in dem Forum "Theoretische Wege zu den Literaturen des Vorderen Orients" bereits bewährt, aus dessen Arbeit heraus das Buch entstanden ist.

Autoreninfo

Verena Klemm
1976-1983 Studium der Islamwissenschaft an der Universität Tübingen. Zweites Hauptfach: Vergleichende Religionswissenschaft.
1983: M.A.
1983-1985 Studium der Empirischen Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen
1988 Promotion an der Universität Tübingen über die Memoiren eines ismailitischen Propagandisten
1989-90 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Orientinstitut der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft in Istanbul
1990-1997 Assistentin am Seminar für Geschichte und Kultur des Vorderen Orients der Universität Hamburg
1997 Habilitation mit einer Arbeit über Konzepte und Debatten zum literarischen Engagement im arabischen Nahen Osten
Sommer 1998: Vertreterin der Professur für Islamwissenschaft an der Universität Kiel
1998-2000, 2003: Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Kiel, Würzburg und Freiburg
2001-2003: Forschungsstipendiatin der DFG zum Thema "Literarisches Schaffen im politischen und gesellschaftlichen Kontext des Vorderen Orients". Daneben Arbeit als freie Publizistin.
Derzeit Professorin am Orientalischen Institut der Universität Leipzig.
Forschungsschwerpunkte: Arabische Literatur und literarische Kultur; Schiitischer Islam

Beatrice Gruendler
1984-85 Studium der Arabischen Sprache in Paris (Sorbonne Nouvelle) und Strasbourg (Univ. des Sciences Humaines II).
1986-87 Studium der Islamwissenschaft an der Universität Tübingen
1987-1989 Studium der Arabischen Sprache und Literatur in Harvard University (Cambridge MA): Nebenfächer: Comparative Semitistics, Akkadian Language
1989: M.A.
1995 Promotion an der Harvard Univ. (Cambridge MA.) über die Lobdichtung des Ibn ar-Rumi
1995/96: Visiting Assistant Professor of Arabic Language and Literature in Dartmouth College
seit 1996: Assistant Professor of Arabic Literature in Yale University, Department of Near Eastern Languages and Civilizations.
Forschungsschwerpunkte: `Abbasidische Dichtung im sozialen Kontext, Arabische Schrift und Arabische Sprachgeschiche.

Reihentext


Diese Reihe stellt innovative Arbeiten zu den nahöstlichen Literaturen in ihren verschiedenen Epochen und Gattungen vor. Sie versteht sich nicht ausschließlich als ein Forum für Orientwissenschaftler, sondern möchte auch Komparatisten, Literaturwissenschaftlern und einer interessierten Öffentlichkeit Einblicke in das breite Spektrum gegenwärtig produzierter und rezipierter Literatur des Nahen Ostens bieten. Denn die Herausgeberinnen, Autorinnen und Autoren wollen den Titel der Reihe programmatisch verstanden wissen. Sie gehen von einem Begriff der Weltliteratur aus, der die orientalischen Literaturen nicht nur statisch einbegreift, sondern sie in ein Kulturregionen und Nationalsprachen übergreifendes Spannungsfeld stellt, dessen Dynamik erst im interdisziplinären Austausch erfasst werden kann. Sie gehen ferner davon aus, dass Literaturen in vielfacher Weise intertextuell geprägt sind, dass sie Lektüren verschiedenster vorausgehender Texte darstellen und daher erst in ihrem „lokalen historischen Kontext“ ihren Reiz als Ausdruck einer regional geprägten Ästhetik entfalten können. Die Reihe versucht so, einer neuen Sensibilität für mythische, archetypische, aber auch historische Subtexte in der nahöstlichen Literatur Bahn zu brechen, sie aber gleichzeitig als wichtigen Ausdruck einer globalen kulturellen Mobilität sichtbar zu machen.

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Schlagworte

Afroasiatische Sprachen, Hamitosemitisch (122) || Arabisch (92) || Indische, Ost-Indoeuropäische und Dravidische Sprachen (93) || Indoiranische Sprachen (85) || Literatur: Geschichte und Kritik (148) || Literaturtheorie (11) || Literaturwissenschaft (58) || Persisch, Farsi (23) || Semitische Sprachen (95) || Sonstige Literaturen (14) || Turksprachen (24) || Türkisch (25) || Uralaltaisch und Zentralasiatische Sprachen (23)