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        <Text language="ger" textformat="05">„Das Spiel des Todesengels“ verkörpert eine Art dokumentarischen Roman, der einen großen Teil der Geschichte des Stalinismus in Georgien und der Sowjetunion behandelt und viele dem deutschen Leser bisher wenig bekannte Tatsachen beinhaltet. Der georgische Verfasser kennt diese Zeit aus eigenem Erleben, ist ein Opfer der damaligen Verhältnisse und nur durch einen glücklichen Umstand der Todesmaschinerie entkommen.&lt;br/&gt;Dem Roman geht ein Vorwort des georgischen Schriftstellers R. Tschchartischwili voraus, das einen guten Einblick in die Hintergründe gibt, die  zur Entstehung des Werks führten, und in die Verhältnisse, in denen der Autor lebte und arbeitete.&lt;br/&gt;Die Handlung des Romans beginnt mit dem Ende der Demokratischen Republik Georgien, die von 1918 bis 1921 bestand und in dieser kurzen Zeit bedeutende Erfolge erzielen konnte: die Durchführung der ersten allgemeinen und demokratischen Wahlen zu Legislative, Exekutive und Justiz des  Landes, die Neuorganisierung der Staatsverwaltung, des Militär- und Bildungswesens, die Schaffung eines umfassenden Systems von  Grundschulen, die Gründung einer Universität in Tbilisi und mehrerer Hochschulen, die Reformierung des Arbeitsrechts, die Einführung von Arbeitstarifen und Mindestlöhnen, einer Arbeitsgesetzgebung, die Garantierung der Gewerkschaftsfreiheit und die Durchführung einer Agrarreform. Dieser Entwicklung wurde durch die Invasion  der Streitkräfte Sowjetrußlands abrupt ein Ende gesetzt. Es folgten die Okkupation Georgiens durch russische Truppen, die Emigration der georgischen Regierung und die Ausrufung der Sowjetmacht in Georgien. Die nun folgenden Jahre sind gekennzeichnet durch die gewaltsame Einführung der Sowjetordnung und die Brechung des Volkswiderstands durch unvorstellbaren Terror, Verhaftungen und Massenexekutionen. Der „Held“ des Romans wird schon in seiner Jugend voll in den  Strudel der politischen Ereignisse gerissen. Obgleich er versucht, seinen Weg ins Leben unabhängig von den politischen Machenschaften der damaligen Zeit zu finden, wird er tief in das damalige Unrechtswesen verstrickt, und alle Versuche, sich dem zu entziehen, scheitern. So wird er mitschuldig an der politischen Entmündigung des Volkes, und sein Schicksal scheint vorgezeichnet. Hintergrund seines Lebens und  seiner Bemühungen sind die beispiellosen Terrorakte der Tscheka, Berias raffinierte Intrigen, um Stalins Gunst zu gewinnen, und das Mißlingen seines Strebens, sich aus dem verbrecherischen Herrschaftsapparat zu lösen. Je höher der Held des Romans auf der Karriereleiter klettert, desto präziser und umfassender werden seine Einsichten und desto gewichtiger seine Beteiligung an den Machenschaften  der  Regierenden. Und als sich mit Stalins Tod und Berias Entmachtung ein Weg zu öffnen scheint, der ihn in die Menschlichkeit entläßt, verhindert das System, daß er seine Kenntnisse nach außen tragen kann.&lt;br/&gt;Der Verfasser des Romans schildert nicht nur das Grauen,  das die damalige Gesellschaft erfaßt hatte, sondern sucht auch verständlich zu machen, wie Zwang und Furcht die Menschen immer wieder veranlassen, sich zu fügen. Es ist wie eine Mahnung an das Gewissen des Einzelnen.&lt;br/&gt;</Text>
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        <Text language="ger" textformat="05">Wer seit der tieftraurigen KGB-Serie The Americans überlegt, wie Geheimdienste und ihre Angehörigen die eigene Paranoia bewältigen, steht hier vor einer hässlichen, aber klugen Antwort: gar nicht. Gibt es deutsche Romane, die in dieser Härte so luzid mit dem System der Nazis abrechnen?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Von: &lt;a target="_blank" href="http://spiegel.de/kultur/literatur/frankfurter-buchmesse-2018"&gt;http://spiegel.de/kultur/literatur/frankfurter-buchmesse-2018&lt;/a&gt;, S. 9f.</Text>
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        <Text language="ger" textformat="05">4. Verfasser: Awtandil Kwaskhwadse&lt;br/&gt;Geb. 1904 in dem Dorf Dshundshuati, Kreis Lantschchuti (Provinz Gurien, Georgien)&lt;br/&gt;1924-1928 Studium an der Philolog. Fakultät der Univ. Tbilisi&lt;br/&gt;Gleichzeitig seit 1924 Tätigkeit als Lehrer an der Mittelschule von Tschochatauri&lt;br/&gt;1929-1934 Lehrer an der Mittelschule Lantschchuti&lt;br/&gt;1934 Lehrer an der 25. Mittelschule Tbilisi&lt;br/&gt;1937-1941 Lehrer an der 8. Mittelschule Tbilisi&lt;br/&gt;1941-1943 Lehrer an der 20. Mittelschule Tbilisi&lt;br/&gt;Seit 1943 Lehrer für georgische Sprache und Literatur an der 1. Frauenmittelschule Tbilisi&lt;br/&gt;Seit 1946 nebenamtlich wiss. Mitarbeiter am Lehrerweiterbildungs-Institut Tbilisi&lt;br/&gt;1951-1961 Lehrer an der 51. Mittelschule Tbilisi&lt;br/&gt;1960 bis zu seinem Tod Arbeit am Lehrerweiterbildungs-Institut Tbilisi&lt;br/&gt;Gestorben 1987&lt;br/&gt;Mehrere unveröffentlichte Romane&lt;br/&gt;A. K. ist Verfasser mehrerer Schriften pädagogischer und methodischer Natur&lt;br/&gt;</Text>
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