Orientalische Sprachen haben über Jahrhunderte den italienischen Wortschatz beeinflusst. Die sprachwissenschaftliche Erforschung dieses Bereichs des Sprachkontakts hat eine lange Tradition, aber es bleiben noch einige Aufgaben zu erledigen. Ein wichtiges Desideratum war lange Zeit ein umfassendes historisches und etymologisches Wörterbuch der orientalischen Elemente im Italienischen. Diese Lücke wird nun durch die Bände der Orientalia des Lessico Etimologico Italiano (LEI) geschlossen. Die Orientalia setzen sich zum Ziel, die Wörter orientalischer Herkunft, die Eingang in historische Quellen des Italienischen gefunden haben, zu dokumentieren und zu kommentieren. Die chronologische Spannweite der Dokumentation umfasst den Zeitraum von den Anfängen bis etwa 1900. Die berücksichtigten orientalischen Sprachen sind Arabisch, Türkisch und Persisch. Dieser Ansatz entspricht der Konzeption des Französischen Etymologischen Wörterbuchs (FEW), das diese drei Sprachen in Band XIX (Orientalia) behandelt, während andere orientalische Sprachen in Band XX aufgenommen wurden. Vorgesehen ist die Publikation von insgesamt 16 Faszikeln (zuzüglich eines vollständigen lexikalischen Indexes), die zwei Bände des LEI ausmachen werden. Die Bibliografie, die ca. 9000 Einträge umfasst, wird auf der Seite frei zugänglich sein. Auf Grund der Vielzahl der behandelten Sprachen wird als Metsprache der Orientalia das Englische gewählt.
Das "Lessico etimologico italiano" bietet:
1. Das erste etymologische Grundlagenwörterbuch, das systematisch die italienische Schriftsprache und die italienischen Dialekte mitberücksichtigt.
2. Das erste etymologische Wörterbuch des Italienischen, das im Aufbau dem FEW entspricht und den Wortschatz Italiens in den gesamtromanischen Zusammenhang stellt. Ausgehend vom Etymon wird versucht, die Sprachgeschichte jedes einzelnen Wortes darzustellen unter Berücksichtigung sprachgeographischer und soziokultureller Zusammenhänge.
3. Systematische Quellenverweise in chronologischer Ordnung für jede Graphie und jede Bedeutung; bibliographische Angaben am Ende jedes Artikels, die dem neuesten Forschungsstand der italienischen Lexikographie entsprechen.
4. Alphabetisches Wortregister am Ende jedes Bandes mit einem Verzeichnis der Wortbildungsmorpheme.
Le lingue orientali hanno per secoli lasciato le loro tracce nel lessico italiano. La ricerca in questo settore del contatto linguistico ha una ricca tradizione, ma resta ancora non poco lavoro da fare. Un dizionario storico-etimologico degli elementi orientali in italiano è rimasto a lungo un importante desideratum. Questa lacuna verrà ora colmata dai volumi degli Orientalia del Lessico Etimologico Italiano (LEI) che hanno lo scopo di raccogliere e commentare le voci di provenienza orientale che si sono fatte strada nelle fonti storiche italiane. La cornice cronologica della documentazione copre il periodo dagli inizi fino al 1900 circa. Le lingue orientali prese in considerazione sono l'arabo, il turco e il persiano. Tale approccio corrisponde a quello del Französisches Etymologisches Wörterbuch (FEW) che tratta queste tre lingue nel volume XIX (Orientalia), mentre le altre lingue orientali
sono incluse nel volume XX. Si prevede di pubblicare un totale di 16 fascicoli (più un indice lessicale completo) che costituiranno due volumi del LEI. La bibliografia degli Orientalia (con quasi 9.000 entrate) sarà consultabile liberamente nel sito . Dato il gran numero di lingue coinvolte, la metalingua degli Orientalia è l'inglese.