Der zweite Band der Palilia stellt alle jene Antiken vor, die – überwiegend in den Jugendjahren des Instituts ab 1829 – von Mitgliedern und Förderern geschenkt wurden und seitdem im DAI Rom aufbewahrt werden. Griechisch-römische Marmorwerke und etruskische Skulpturen bilden den größeren Teil, beachtlich ist der Bestand an Inschriften von historischer Bedeutung, und selbst ägyptische Werke sind vertreten. So wird der Katalog zuvorderst der archäologischen Forschung dienen, indem er weitgehend unbekanntes Material vorlegt, und er will darüber hinaus Anstoß zu einer kulturhistorischen Betrachtung über die frühen Jahre der archäologischen Disziplin und Sammeltätigkeit geben.
Mit den „PALILIA“ gibt das Deutsche Archäologische Institut in Rom eine neue Schriftenreihe heraus, in der monographische Arbeiten zur archäologischen Forschung in Italien und von Italien ausgehend veröffentlicht werden.
Dabei sollen insbesondere neue Fragestellungen und innovative Forschungsmethoden, aber auch vernachlässigte Themenbereiche in der klassischen Archäologie zu Wort kommen. Neben den zentralen archäologischen Forschungsgebieten wie griechisch-römische Plastik, Ikonographie, Architektur, Stadtforschung und topographische Untersuchungen werden auch Themen der Sozial-, Wirtschafts- und Religionsgeschichte sowie Materialien der Alltagskultur einbezogen.
„Toutes les contributions de ce volume, dont la couverture reproduit en couleur une peinture de l'Oppius encore énigmatique, sont instructives chacune à leur manière, mais sans renouveler fondamentalement notre vision des villes et notamment de Rome en tant que «cosmopole» : un sujet que n'a pas abordé le colloque - apparemment, du moins - mais qu'impliquait (je pense) la question des images et des espaces, „Bilder und Räume“. Qu'il s'agisse, en effet, d'architecture, de statuaire ou de reliefs cultuels, l'exotisme religieux a notablement modifié la physionomie de l’Vrbs. Mais, cent ans après la 1re éition des „Religions orientales dans le paganisme romain“ de F. Cumont, la chose est évidemment bien trop connue pour que l’on juge utile d'y insister...“
In: Revue Archéologique. (2007) 2. S. 401-403.