Die Briefe, die Fanny Hensel von ihrer Reise nach Frankreich an ihre Familie geschrieben hat, zunächst nach Düsseldorf und dann nach Berlin, befinden sich heute, wohl vollständig erhalten, im Besitz des Mendelssohn-Archivs der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Hier liegen auch einige der Antworten, leider scheinen aber mehr als die Hälfte verschollen zu sein.
In dieser Ausgabe sind die Quellen zum erstenmal vollständig wiedergegeben, einschließlich der Postscripta von Wilhelm Hensels Schwester Minna; die Brieftexte, die der fünfjährige Sohn Sebastian seiner Mutter diktiert hat, sind im Anhang abgedruckt, auch das offensichtlich einzige Schreiben, das Wilhelm Hensel von dieser Reise an seine Schwiegereltern geschickt hat. Die Briefe erscheinen hier in ihrer originalen Form und lassen zum ersten Mal deutlich erkennen, wie sich der Aufenthalt Fanny Hensels in Paris gestaltet hat.
„Una pubblicazione, insomma, irinunciabile e degna di ogni elogio per la ricchezza e la puntualità degli apparati, il rigore filologico, la varietà dei contenuti, l’eleganza dell’insieme.“
In: Nuova rivista musicale italiana. XLI (2007) 1. S. 122-123.
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„Als Ergänzung zu den bisher herausgegebenen Bänden mit italienischen Briefen Fanny Hensels sind nun auch ihre Reisebriefe aus Paris, die sie während der Reise mit ihrem Mann 1835 und des anschließenden Kuraufenthalts in Boulogne an ihre Angehörigen schrieb, von H.-G. Klein herausgegeben worden. Die Ausstattung ist wiederum sorgfältig mit der bereits bewährten Kombination von Edition und Dokumentation: eine Einleitung zum Verlauf der Reise, Stammtafel, Stadtplan, dazu einzelne Briefe von Sebastian Hensel und. Wilhelm Hensel sowie Kommentar, Literatur- und Personenverzeichnis ergänzen das eigentliche Textkorpus. Diese Reise brachte vor allem künstlerische Kontakte für Wilhelm Hensel, weshalb viel über ihr gesellschaftliches Leben und Künstler in Paris berichtet wird, doch auch über Fannys musikalische Bekanntschaften ist einiges zu erfahren (hier erweist sich wieder die sorgfältige Kommentierung zu den erwähnten Personen als angenehm); zudem ist über die Parisreise bislang in der biographischen Literatur wenig zu erfahren.“
In: Forum Musikbibliothek. 28 (2007) 2. S. 184.