Reihe: Texte der Indogermanen
Die Indogermanistik hütet einen reichen Schatz an spannenden Texten aus unterschiedlichen Epochen und Kulturräumen, dessen Pflege und Weitervermittlung in Zeiten standardisierter Studiengänge zunehmend schwierig wird. Es ist daher an der Zeit, die Quellen der Indogermanistik in einer zeitgemäßen Weise zu erschließen, nicht mehr nur in teuren Gesamteditionen für Spezialisten, sondern auch in Anthologien für Studierende und für Interessenten aus den Nachbarfächern, nämlich so, dass die Texte nach Möglichkeit ohne weitere Hilfsmittel (die zum Teil fehlen) zugänglich werden. Die Reihe „Texte der Indogermanen“ knüpft dabei an eine Fachtradition an, die von Johannes Friedrichs „Kleinasiatischen Sprachdenkmälern“ (1932) oder Hans Jensens „Altarmenischer Chrestomathie“ (1964) begründet wurde, in den letzten Jahren aber ein wenig in Vergessenheit geraten ist.