Troja und die Reichsstadt Nördlingen
Studien zum Buch von Troja (1390/92) des Hans Mair
Der vorliegende Band enthält die Beiträge einer Tagung über „Heinrich Seuses Philosophia spiritualis“, die 1991 in Eichstätt stattgefunden hat. Verschiedene neuere Forschungen zur Philosophie- und Theologiegeschichte der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und auf dem Gebiet der deutschen Mystik machen …
Wer konnte lesen und schreiben im späten Mittelalter? Wie konnte damals eine „Bestseller“-Literatur entstehen? Was ermöglichte die umfassende Bildungsexpansion dieser Zeit? Die zentralen Fragen der spätmittelalterlichen Bildungsgeschichte verweisen auf eine Institution der Wissensvermittlung - die Schule. Nur vor dem Hintergrund …
Wie lässt sich pagan-antike Naturphilosophie und Naturkunde mit dem christlichen Glauben vereinbaren? Diese Frage stellte für das Mittelalter kein akademisch-theoretisches Problem dar, sondern ein Anliegen, das die Deutung der Welt, der menschlichen Existenz und der Ethik unmittelbar betraf. Die Antworten, …
Der Sammelband fasst Forschungsergebnisse zusammen, die im Projekt des SFB 226 erarbeitet wurden. Erstmals wurden zugleich lateinisch und deutsch überlieferte Geschichtswerke aus den letzten eineinhalb Jahrhunderten des Mittelalters systematisch erfasst und an ausgewählten Beispielen auf bestimmte Kriterien hin untersucht. Die …
Das spätmittelalterliche Universitätssystem in Europa - sozialgeschichtlich betrachtet (Peter Morav) - Wissensvermittlung in Frage und Antwort. Der enzyklopädische Lehrdialog Le Livre de Sidrac (Ernstpeter Ruhe) - Le Livre de Sidrac - Stand der Forschung und neue Ergebnisse (Beate Wins) - …
Der Studienband beschreibt das literarische Oeuvre der beiden Straßburger Geistlichen des 14. und frühen 15. Jahrhunderts Fritsche Closner und Jakob Twinger von Königshofen und insbsondere ihre Vokabulare als „Dokumente des Neben- und Miteinanders von lateinisch geprägter und volkssprachlicher Kultur und …
Kein Text mittelhochdeutscher Literatur ist so häufig gelesen worden wie Ortolfs „Arzneibuch“ - und das nicht nur in Deutschland und nicht nur in deutscher Sprache: das literarische Kunstwerk der Medizin stand seit dem 14. Jahrhundert ganz oder in Auszügen auch …
Ortolf von Baierland hat in seinem deutschsprachigen Arzneibuch einen Überblick über das heilkundliche Wissen seiner Zeit, des 13. Jahrhunderts, gegeben: Er benutzte die berühmtesten Vertreter der (lateinisch orientierten) Hochschulmedizin (Rhazes, Isaak Judaeus, Aegidius Corboliensis, Gilbertus Anglicus) als Vorlagen, gestaltete ihre …
Die in vielen medizinischen Sammelhandschriften anscheinend planlos aneinandergereihten Traktate erweisen sich in den meisten Fällen als bewusst geordnet, wenn man ihre polyvalente Funktionalisierbarkeit in unterschiedlichem Kontext als gattungsstiftendes Element ernst nimmt. Diese streng synchrone Sichtweise rekonstruiert das mittelalterliche Verständnis und …
Mit der Untersuchung und Edition des „Second Lucidaire“ liegt eine Arbeit vor, die ein wichtiges Teilgebiet der wenig erforschten religiös-didaktischen Gebrauchsliteratur in der Volkssprache zugänglich macht. Die mehr als drei Jahrhunderte umfassende Geschichte des „Second Lucidaire“ bietet sich für eine …
Das Elucidarium, ein im Mittelalter weit verbreitetes Handbuch des Glaubenswissens, diente der Vermittlung theologischen Wissens sowohl an den Klerus als auch an ein interessiertes Laienpublikum. Honorius Augustodunensis wollte mit seinem Elucidarium den Mitbrüdern im Kloster Hilfestellung bei dogmatischen Fragen leisten; …
Erstedition und Untersuchung des „Lucidaire en vers“ von Gillebert von Cambres waren seit langem ein Desiderat der Forschung. Diese Aufgaben konnten nunmehr im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojekts gelöst werden, das die gesamte volkssprachliche Rezeption des „Elucidarium“ von Honorius Augustodunensis in …
Ein Kennzeichen der spätmittelalterlichen Stadtchronistik ist das Auftreten von Autoren und Lesern aus neuen, bis dahin illiteraten sozialen Schichten. Zur Erforschung dieser Geschichtsschreibung liefert die Arbeit von Joachim Schneider am Beispiel Nürnberg mit seinen kodikologischen und rezeptionsgeschichtlichen, aber auch seinen …
Diese Arbeit untersucht exemplarisch die als historisch angesehene Geschichte des Trojanischen Krieges, einem in Mittelalter und Früher Neuzeit beliebtem Stoff, anhand der deutschsprachigen Rezeption und zeigt, wie sich das Geschichtsdenken unter dem Einfluss des Humanismus wandelte. Die einschneidendste Veränderung gegenüber …
Im Rahmen des mittelalterlichen Geschichtsbildes insbesondere des nicht-lateinkundigen weltlichen Oberschichtspublikum kam dem Trojanischen Krieg eine zentrale Bedeutung zu. Am Anfang der volkssprachlichen Romanliteratur, die um die Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals das Selbstbewusstsein der laikalen Oberschicht formulierte, steht geradezu folgerichtig …
Die Untersuchung zeigt an einem herausragenden Beispiel, dass - entgegen bisheriger Vorstellungen - bereits in der volkssprachlichen Literatur des 13. Jahrhunderts eine intensive Auseinandersetzung mit theologisch-universitärem, also in lateinischer Sprache verbreitetem Wissen erfolgte.
Pierre de Peckhams „La Lumière as Lais“, ein …