Kleine Handschriftenausstellung am Rande des II. Internationalen Kolloquiums Griechische Paläographie und Kodikologie
Exponate der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und der Universitätsbibliothek Tübingen
Der „Serbische Psalter“ ist die kostbarste Bilderhandschrift aus dem mittelalterlichen Serbien. Er entstand offenbar im Auftrag der Fürsten Brankovic um 1400 und kam 1689 als Beute der Sieger in den Türkenkriegen nach Bayern. Der Codex ist auf Papier geschrieben und …
Die berühmte, ursprünglich aus Indien stammende und in alle Kultursprachen des Vorderen Orients und Europas übersetzte Fabelsammlung ist in der Fassung, die ihr der Literat und Hofmann Ibn al-Muqaffa im 8. Jahrhundert gegeben hat, eines der Meisterwerke arabischer Kunstprosa. Anhand …
Dem Werk „Der Welsche Gast“, das hier in der Heidelberger Bilderhandschrift vorgelegt wird, ist in der deutschen Literatur der Stauferzeit nichts Vergleichbares an die Seite zu stellen. Sein Verfasser, Thomasin von Zerclaere, der aus einer lombardischen Patrizierfamilie stammte und als …
Der „Codex palatinus germanicus 350“ bietet einen Querschnitt durch die mittelhochdeutsche Spruchdichtung. Er besteht heute aus drei ursprünglich getrennten Sammlungen, die vom Ende des 13. bis ins 14. Jahrhundert geschrieben wurden. Während die erste Sammlung fast das gesamte Werk Reinmars …
Philo, ein Mann aus der griechischen Kolonie Byzanz, war um 200 v. Chr. in Alexandria und Rhodos tätig. Er ist berühmt als einer der frühesten Lehrer der Kriegswissenschaft. Auch ist er bekannt als Verfasser anderer wissenschaftlicher Werke, einschließlich eines Werks …
Bis ins 13. Jahrhundert hinein entstanden illuminierte Handschriften in Deutschland vor allem in Klöstern. Vor allem kirchliche Werke wurden hier abgeschrieben. Wurden zunächst die Evangeliare und Evangelistare prächtig ausgeschmückt, wandelte sich dies um 1200. Der Psalter rückt in den Vordergrund, …
Hauptquellen für den Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts sind die drei berühmten Liederhandschriften, die heute in Heidelberg und Stuttgart aufbewahrt werden. Für die Klassiker Reinmars und Walthers von der Vogelweide tritt noch ein viertes bedeutendes Corpus in der Würzburger …
Von den mittelhochdeutschen Liederhandschriften ist die sog. „Kleine Heidelberger“ nach Ausstattung und Bildschmuck zwar nicht mit der „Manessischen“ zu vergleichen. Doch übertrifft sie jene durch ihr Alter, da sie noch aus dem 13. Jahrhundert stammt. Die kommentierende Einleitung von Walter …
Mit der Wiederentdeckung der technischen Handschriften Mariano Taccolas wurde auch die Quelle für die Zeichnungen und Texte in den Abhandlungen und Skizzenbüchern Francesco di Giorgio Martinis entdeckt. Taccola behandelte als erster ein neues Thema in der Renaissanceliteratur: die rationale Beschreibung …
Das Werk des Regensburger Geistlichen ist die älteste deutsche Nachdichtung einer französischen „Chanson de geste“ und ein hervorragendes Zeugnis mittelhochdeutscher vorhöfischer Epik, entstanden um 1170. Die Dichtung ist nur in der Heidelberger Handschrift (P), die noch dem 12. Jahrhundert angehört, …