With contributions by Laura Dietrich, Oliver Dietrich, Tilman Müller, Jens Notroff, Joris Peters, Nadja Pöllath, Klaus Schmidt, Julia Wagner and Sebastian Walter
Göbekli Tepe
The Imagery of the Pillars in the Monumental Buildings A–D, F and H
2025
21,0 x 29,7 cm, 290 S., 117 farb. Abb., 402 s/w Abb., 2 Beilagen, Gebunden
ISBN: 9783752008395
Kurze Beschreibung
Der Band präsentiert erstmals eine vollständige und systematische Darstellung der Reliefdarstellungen auf den T-förmigen Pfeilern von Göbekli Tepe in Südostanatolien, die zwischen 1995 und 2023 freigelegt wurden. In ihrem archäologischen und architektonischen Kontext analysiert, eröffnen die Bildmotive neue Einblicke in die Symbolwelten frühneolithischer Jäger-und-Sammler-Gesellschaften Obermesopotamiens. Grundlage der Studie ist eine umfassende Neubewertung aller Reliefs, die zu revidierten Tierbestimmungen, aktualisierten Häufigkeiten und neuen Deutungen neolithischer Bildnarrative führt.
Ausführliche Beschreibung
Der Band bietet die erste umfassende Darstellung der Bildersprache, die auf den T-Pfeilern der monumentalen Sonderbauten der frühneolithischen UNESCO Weltkulturerbestätte Göbekli Tepe im heutigen Südosten der Türkei zu sehen ist und seit 1995 freigelegt wurden. Diese monolithischen Pfeiler werden hier nicht nur als markante architektonische Formen untersucht, sondern vor allem als Träger eines umfangreichen visuellen Repertoires, das in Hoch- und Flachreliefs dargestellt ist. In ihrem archäologischen und architektonischen Kontext eröffnen die Reliefs neue Perspektiven auf die symbolischen Welten, Glaubenssysteme und Erzähltraditionen der frühholozänen Jäger- und Sammlergemeinschaften in Obermesopotamien. Für diese Publikation wurden die Reliefmotive systematisch neu untersucht und analytisch bewertet, was eine überarbeitete Identifizierung der Tiertaxa, aktualisierte quantitative Bewertungen und verfeinerte Interpretationen ermöglichte. Durch die vollständige Vorlage der Reliefs und kritische Neuanalyse liefert der Band neue Lesarten der Bilderwelt der Jungsteinzeit und ihrer möglichen Bedeutungen. Es ist somit eine unverzichtbare Referenz für Forscher, die sich für frühe Monumentalität, symbolische Kommunikation und die Herausforderungen der Interpretation fragmentierter, aber außergewöhnlich reichhaltiger archäologischer Fundkomplexe interessieren.