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9783895003424

Herausgeber: Deutsches Historisches Museum

Heinrich von Veldeke. Eneasroman

CD-ROM zum Faksimile. Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (Ms. germ. fol. 282)

2003
CD-ROM
29,90 €

ISBN: 9783895003424

Kurze Beschreibung

Mit dem ‚Eneasroman‘ als Teil einer virtuellen Bibliothek wird ein Blick in die faszinierende Welt der mittelalterlichen Handschriften eröffnet.
Die Geschichte des trojanischen Helden Eneas ist der erste deutschsprachige Roman des Mittelalters. Die 1823 von der Königlichen Bibliothek in Berlin erworbene Pergamenthandschrift ist zwischen 1210 und 1220 entstanden und bietet die ausführlichste Überlieferung unter den ersten Textquellen. Die 136 Miniaturen stellen zugleich das früheste Zeugnis nachantiker Illustrationen zur antiken Eneas-Sage dar.
In diesem digitalen Faksimile ist der Buchcharakter nachempfunden. Ohne komplizierte Navigation kann durch einfaches Anklicken der Seiten wie in einem Buch geblättert werden. Alle Abbildungen werden erläutert, und der mittelhochdeutsche Originaltext kann per Mausklick in moderne Schreibweise transkribiert oder in die moderne deutsche Sprache übertragen werden.

Systemvoraussetzungen: Win 98 oder höher, Pentium III, 350 MHz, CD-Rom Laufwerk ab 12x,
10 MB freie Festplattenkapazität, True Color (32-Bit), Auflösung 1024 x 768

Rezensionen

„Die erste CD ist Teil des vom Deutschen Historischen Museum in Berlin initiierten Projekts „Virtuelle Bibliothek“ und widmet sich einem der kostbarsten Bücher der Berliner Staatsbibliothek. Die Pergamenthandschrift Ms. germ. fol. 282 entstand um 1220 im nordbairischen Raum und enthält die älteste Überlieferung des Eneas-Romans Heinrich von Veldeke. Ihre 71 Bildseiten mit meist zwei Bildstreifen entwickeln in sorgfältigen Federzeichnungen das früheste nachantike Bildprogramm zur Aeneas-Sage.
Die CD bietet bildschirmgroße Abbildungen von jeder Doppelseite sowie vom Einband der Handschrift. Die Schärfe und Farbqualität der Abbildungen ist hervorragend und kommt spielend an das Faksimile von 1992 heran. Um den Buchcharakter möglichst unverfälscht zu bewahren, wird der durch Mausklick ausgelöste Blättervorgang fotorealistisch wiedergegeben (...). Zur weiteren Erschließung der Textseiten kann man ein Fenster öffnen, das sich wie eine Lupe über den Text ziehen lässt und das den Blick frei gibt auf eine hinter der Abbildung liegende Handschriftentranskription oder (...) neuhochdeutsche Übersetzung. (...)
Die Miniaturen sind einerseits durch eben ein solches (kleines und nicht alle Randbereiche erfassendes) Lupenfenster erschlossen. Zudem gibt es für jede Miniatur eine knappe Bildbeschreibung, in der auch die Spruchbänder transkribiert und übersetzt werden. Transkribiert sind auch die beigebundenen neuzeitlichen Notizen zur Handschrift, nicht aber die Einträge und Federproben auf den Innenspiegeln und auf den Miniaturen. Dank eines sehr hilfreichen Registers, von dem aus man zu bestimmten Miniaturen oder Textabschnitten springen kann, ist die CD übersichtlich zu navigieren.
Wie schon die äußerst knappe Einführung ohne jede Literaturangabe zeigt, ist die CD nicht primär für die Forschung, sondern für eine breite Benutzergruppe von interessierten Laien gedacht. Diese bekommt eine äußerst gefällig gestaltete, editorisch qualitätsvolle, vor allem nicht akademisch überladene und überformte digitale Ausgabe in die Hand.“

In: Germanistik. Neue Folge 3 (2004). S. 631-632.

Schlagworte

1000 bis 1500 nach Christus (326) || 13. Jahrhundert (1200 bis 1299 n. Chr.) (96) || Buchgestaltung (81) || Buchmalerei (38) || Deutschland (226) || Europäische Geschichte (146) || Europäische Geschichte: Mittelalter (118) || Frauen (7) || Geschichte (682) || Geschichte: Theorie und Methoden (201) || Geschichtsforschung: Quellen (193) || Minnesang (12) || Mittelalter (203) || Mitteleuropa (228) || Paläografie (186) || Paläographie (58) || Sprachwissenschaft, Linguistik (620)