Der Band enthält in 281 Katalognummern die Sammlung der Inschriften des Halberstädter Doms, darunter diejenigen des größten an einer Kirche erhaltenen Domschatzes in Deutschland. Sie spiegeln die Geschichte des Bistums, seiner Bischöfe und des sie tragenden Domkapitels seit dem 9. Jahrhundert sowie die Baugeschichte der gotischen Kirche. Häufig bieten die Inschriften durch die Aufnahme von liturgischen Texten oder Zitaten christlicher Autoren Erläuterungen und Reflexionen theologischer oder typologischer Sachverhalte. Die Schwerpunkte der kommentierten Edition liegen neben den für Kirchen üblichen Inschriften des Totengedenkens, der mittelalterlichen Glocken, des Gebäudes und seiner Ausstattung insbesondere in der umfangreichen Überlieferung an Glasmalereien und im Domschatz, der unschätzbare Kunstwerke byzantinischer und niedersächsischer Herkunft enthält. Eine reiche Paramentensammlung erstreckt sich über die mittelalterlichen Epochen. Einzigartig sind die romanischen Wirkteppiche des 12. Jahrhunderts, die ältesten erhaltenen ihrer Art. Die Inschriften der frühen Neuzeit zeichnen die späte und sanfte Reformation des Halberstädter Doms in einem Geist gegenseitiger Toleranz nach.
„Das schmale Halberstadt-Buch aus der Reihe der "Blauen Bücher" ist nicht nur reich ausgestattet, sondern mit Kompetenz verfasst. (...) Das Buch schenkt ein Fest des Lesens und Schauens, des Erlebens einer Stadt hoher Kulturgeschichte.“
In: Academic Press
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„Der Band versammelt die rund 208 Inschriften des Halberstädter Domes einschließlich derer des weltberühmten Domschatzes. Sie verdienen wegen der zeitlichen und kulturellen Spannweite (7. bis Mitte 17. Jh., 7 teils umfangreiche griech. Inschriften) besondere Beachtung. (...)
209 Abb. (...) veranschaulichen das hier umfassend und tiefgründig erschlossene Material, das für die Geschichte der Halberstädter Kirche von höchster Bedeutung ist.“
Volker Honemann
In: Germanistik. 51 (2010) 1-2. S. 213-214.
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„Indem der Bearbeiter alle beschrifteten Gegenstände des Schatzes erfasst und auf der Grundlage ihrer genauen Kenntnis, aller einschlägigen Archivalien und einer Sichtung der gesamten wissenschaftlichen Literatur kenntnisreich kommentiert hat, ist über die epigraphische Sammlung dieser Zeugnisse hinaus einem wissenschaftlicher Katalog des Domschatzes in seiner Gesamtheit ganz entscheidend vorgearbeitet worden. Die Systematik der Bearbeitung ließ es allerdings nicht zu, die Cedulae der Reliquien zu erfassen, zumal es sich ohnehin verbietet, ohne Not die mittelalterlichen Reliquiare zu öffnen. Ob die - vielfach sichtbaren - Authentiken aus paläographischer Sicht zeitgleich mit den jeweiligen, stilgeschichtlich datierten Reliquiaren sind, bleibt dennoch von besonderem Interesse.
In einem einführenden Kapitel hat der Verfasser die Geschichte des Domes und des Schatzes „im Spiegel der Inschriften" zusammengefasst. Sie stellt sich als fundierter, zusammenfasssender Überblick seiner Ausstattungsgeschichte im Bezug zur historischen Überlieferung dar. Für die Kenntnis dieser Domkirche, ihrer Ausstattung und ihres hoch bedeutenden Schatzes ist mit diesem Buch ein überaus wertvoller Beitrag geleistet.“
Von Peter Findeisen
In: Kunstbuchanzeiger
http://www.kunstbuchanzeiger.de/de/themen/epochen/rezensionen/1078/ (22. März 2010)
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„Über die im Katalog mit größter Sorgfalt aufgearbeiteten Inschriften hinaus dokumentiert F. auch die ausgesonderten Inschriften [...] sehr ausführlich.“
Von Franz-Albrecht Bornschlegel
In: Deutsches Archiv für Erforschung des MA, Bd. 74-1, S. 307-308
The project aims at compiling and publishing all Latin and German inscriptions of the Middle Ages and the Early Modern period until 1650. Geographically, the collection currently covers Germany and Austria as well as South Tyrol. The findings are published in the DI volumes. Each volume comprises the inscriptions from one or several urban or rural districts or from a single city, issuing even smaller complexes separately in cities with particularly large numbers of inscriptions. The series includes both preserved original inscriptions and those which survive only as copies.
“Die Deutschen Inschriften” is by far the oldest current project aiming at the compilation of medieval and early modern inscriptions. It was founded over 75 years ago as a joint project of the German and Austrian Academies of Sciences and Humanities on the initiative of the Germanist Friedrich Panzer (Heidelberg) with substantial cooperation from the historians Karl Brandi (Göttingen) and Hans Hirsch (Vienna).