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9783895007613

Editors: Burkhardt, Nadin; Stichel, Rudolf H. W.

Die antike Stadt im Umbruch

Kolloquium in Darmstadt, 19. bis 20. Mai 2006

2010
17.0 x 24.0 cm, 288 p., 13 illustrations color, 86 illustrations b/w, hardback
69,00 €

ISBN: 9783895007613
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Preface
Table of Contents
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Short Description

This volume covers the conference “The Ancient City in Transition,” which was held in May 2006 in Darmstadt, Germany. The central theme is the change and design of urban space during Late Antiquity, a period particularly marked by upheavals. In dealing with the urban space, the questions of space design and change, of how to deal with older structures and their importance, of exploring new paths in the design of public and private living space, and of urban structural changes and site-specific developments of Roman cities were explored. Particularly significant here was the heterogeneous development generated in each city.

Description

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Die Beiträge dieses Bandes beschäftigen sich mit der Veränderung und der Gestaltung des Stadtraumes. Aus der Jahrhunderte umfassenden antiken Stadtkultur wurde dabei ein besonders durch Umbrüche geprägter Zeitraum herausgegriffen: die Spätantike. Dieser Abschnitt der Geschichte des Altertums im Übergang zum Mittelalter erfährt in jüngerer Zeit verstärkt Beachtung, denn er spielte bei der Formierung Europas und der modernen Welt eine entscheidende Rolle. In der Auseinandersetzung mit dem antiken Stadtraum wurden den Fragen nach der Platzgestaltung und -veränderung, nach dem Umgang mit älteren Strukturen und deren Bedeutung, nach neuen Wegen in der Gestaltung des öffentlichen und privaten Lebensraumes, nach stadtstrukturellen Neuerungen und ortsspezifische Entwicklungen römischer Städte nachgegangen. Die Einzeluntersuchungen führen deutlich heterogene Entwicklungen in den einzelnen Städten vor Augen und bezeugen so die Notwendigkeit sorgfältiger Detailstudien zum individuellen Umgang mit dem Niedergang oder dem Bedeutungsgewinn.
Die Zeit vom Beginn des 4. Jahrhundert - der Legalisierung des Christentums - bis zum 7. Jahrhundert, als das Städtewesen und die bis dahin staatstragende Schicht überall außer in Konstantinopel verschwand, ist keineswegs, wie paradigmatisch schon oft formuliert, als allgemeine Verfallszeit anzusehen. Im Rechtswesen, in der Kunst und in der Architektur ereignen sich Wandlungsprozesse, die als Befreiung von den klassischen Normen gedeutet werden können und die entscheidenden Weichenstellungen für die Entstehung des modernen Europa bewirkten.

Biographical Note

Nadin Burkhardt absolvierte ihr Studium der Klassischen Archäologie, der Kunstgeschichte und der Archäologie der römischen Provinzen in Berlin, Paris und Köln. Im März 2008 erfolgte die Promotion an der Universität Köln mit der Arbeit „Zwischen Tradition und Modifikation. Kulturelle Austauschprozesse in den Bestattungssitten der griechischen Kolonien in Unteritalien und Sizilien vom 8. bis zum 5. Jahrhundert v. Chr.“
Zwischen 2004 und 2008 arbeitete und forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Klassische Archäologie am Fachbereich Architektur an der TU Darmstadt, als Stipendiatin im Schwerpunktprogramm „Italische Kulturen vom 7. bis 3. Jahrhundert v. Chr. in Unteritalien und Sizilien“ am Deutschen Archäologischen Institut in Rom und als Koordinatorin im Schwerpunktprogramm 1171 „Frühe Zentralisierungs- und Urbanisierungsprozesse. Zur Genese und Entwicklung frühkeltischer Fürstensitze“ am Landesamt für Denkmalpflege am Regierungspräsidium Stuttgart. Seit November 2008 ist sie wissenschaftliche Assistentin in der Klassischen Archäologie am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Zu ihren Grabungstätigkeiten gehören die Mitarbeit bzw. eigenständige Projekte in Marzabotto (Italien), in Gadara/Umm Qais (Jordanien) und in Priene (Türkei). Forschungsschwerpunkte bilden die griechische Kolonisation im Westen, Diasporasynagogen im Mittelmeerraum und die spätantike Stadtentwicklung in Griechenland.

Rudolf H. W. Stichel studierte in Berlin und Tübingen Klassische Archäologie. 1974 promovierte er dort zu „Die römische Kaiserstatue am Ausgang der Antike. Untersuchung zum plastischen Kaiserporträt seit Valentinian I.“ Von 1975 bis 1976 war er als wissenschaftlicher Volontär am Landesmuseum in Karlsruhe tätig und im Anschluss als wissenschaftliche Hilfskraft auf der Kerameikos-Grabung am Deutschen Archäologischen Institut in Athen. Ab 1979 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und daran anschließend Akademischer Rat am Fachgebiet Klassische Archäologie am Fachbereich Architektur an der TU Darmstadt. Hier habilitierte er sich 1990 zum Thema „Antike Denkmäler Konstantinopels in Zeugnissen der frühen Neuzeit“. Zu seinen Feldforschungsprojekten gehört der Kerameikos in Athen. Die Spätantike ist eines seiner bevorzugten Arbeitsgebiete. In den letzten Jahren hat er sich intensiv mit der Hagia Sofia in Istanbul und mit der Rolle des Kaisers im Christentum auseinandergesetzt.

Keywords

4th century, c 300 to c 399 (45) || 5th century, c 400 to c 499 (47) || 6th century, c 500 to c 599 (44) || 7th century, c 600 to c 699 (35) || Alltagskultur (13) || Altertumswissenschaften (54) || Archaeology (420) || Architecture (156) || Byzantinistik (13) || City & town planning: architectural aspects (25) || European history (175) || History (751) || Landscape archaeology (98) || Landscape art & architecture (40) || Spätantike (51) || c 1 CE to c 500 CE (148) || c 500 CE to c 1000 CE (173)