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Köfler, Werner; Schmitz-Esser, Dr. Romedio

Die Inschriften des Bundeslandes Tirol

Teil 1: Die Inschriften der Politischen Bezirke Imst, Landeck und Reutte

2013
19.0 x 27.0 cm, 548 p., 203 illustrations b/w, 60 Tafeln, hardback
65,00 €

Short Description

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Der Band versammelt in 341 Katalognummern die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften der politischen Bezirke Imst, Landeck und Reutte bis zum Jahr 1665. Er umfasst damit geographisch das Nordtiroler Oberland und bietet einen vielfältigen Einblick in diesen für den Fernverkehr seit der Antike bedeutsamen Raum, der durch den „Oberen Weg “ über Reschen- und Fernpass Süddeutschland und Norditalien verband. Mit dem Zisterzienserstift Stams gehört zudem die Grablege der Tiroler Landesfürsten zum Bearbeitungsgebiet. Die Überlieferung der Oberländer Inschriften setzt im späten 13. Jahrhundert ein. Etwas mehr als ein Fünftel der Katalognummern gilt im Original verlorenen epigraphischen Quellen, die nach Ihrer Reflexion in der frühneuzeitlichen Tiroler Historiographie - überwiegend erstmals - erschlossen werden. Der erste Band zu einer Region Westösterreichs zeigt deutliche Unterschiede zu einem Bestand im Osten des Landes: Hier stehen nicht die Denkmäler desTotengedenkens im Mittelpunkt, sondern die für die Tiroler Inschriftenlandschaft charakteristischen gemalten Inschriften. Vor allem die reichen frühbarocken Fassadendekorationen und die gotischen Kirchenausmalungen im Oberland sind oft mit Umfangreichen erklärenden Beischriften versehen, so dass diese Gruppe von Texten mit rund einem Drittel auch den Großteil des hiermit aufgearbeiteten epigraphischen Bestands ausmacht. Neben Grabdenkmälern, Glocken und Kirchlichen Ausstattungsgegenständen erschließt der Band zahlreiche Graffiti, die Einblicke in die persönliche Frömmigkeit von Pilgern und Pilgergruppen, aber auch die rege Reisetätigkeit durch Tirol in der frühen Neuzeit bietet. Der Reichtum, den Handel und Bergbau in Oberland brachten, zeigt sich etwa in den der bürgerlichen Repräsentation gewidmeten Inschriften der Städte Landeck und Imst. Die Inschriften der zahlreichen Wallfahrtsstätten der Region, etwa in Serfaus (St. Georgen ob Tösens) oder Obsaurs (St. Virgil), sind großartige Zeugnisse vormoderner Religiosität in den Alpen. Das Herzstück des Bandes stellen jedoch die reiche liturgische Ausstattung und die Memorialinschriften von Stift Stams mit Ihren vielfältigen Bezügen zur Landesgeschichte dar.

Series Description

The project aims at compiling and publishing all Latin and German inscriptions of the Middle Ages and the Early Modern period until 1650. Geographically, the collection currently covers Germany and Austria as well as South Tyrol. The findings are published in the DI volumes. Each volume comprises the inscriptions from one or several urban or rural districts or from a single city, issuing even smaller complexes separately in cities with particularly large numbers of inscriptions. The series includes both preserved original inscriptions and those which survive only as copies. “Die Deutschen Inschriften” is by far the oldest current project aiming at the compilation of medieval and early modern inscriptions. It was founded over 75 years ago as a joint project of the German and Austrian Academies of Sciences and Humanities on the initiative of the Germanist Friedrich Panzer (Heidelberg) with substantial cooperation from the historians Karl Brandi (Göttingen) and Hans Hirsch (Vienna).

Keywords

13th century, c 1200 to c 1299 (102) || 14th century, c 1300 to c 1399 (91) || 15th century, c 1400 to c 1499 (121) || 16th century, c 1500 to c 1599 (137) || 17th century, c 1600 to c 1699 (97) || Archaeology (406) || Archaeology by period / region (326) || Austria (15) || Central Europe (247) || Cultural & media studies (233) || Cultural studies (215) || Historical research: source documents (208) || History (746) || History: theory & methods (216) || Linguistics (667) || Palaeography (study & history of writing) (193) || Society & culture: general (322) || Tyrol || c 1000 CE to c 1500 (347)