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9783954902460

Hess, Ulrike; Müller, Klaus; Khanoussi, Mustapha

Die Brücke über die Majrada in Chimtou

2017
21,0 x 29,7 cm, 160 S., 172 s/w Abb., 32 Tafeln, 3 Beilagen, Gebunden
89,00 €

ISBN: 9783954902460
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Probekapitel

Kurze Beschreibung

In Chimtou zeugt ein weitläufiges Ruinenareal von einem der größten römischen Brückenbauten Nordafrikas. Dessen hohe strategische Bedeutung hatte bei widrigen Rahmenbedingungen zum riskanten Einsatz äußerst aufwändiger, letztlich aber nicht ausgereifter Konstruktionsweisen geführt, so dass der Kollaps trotz immenser Sicherungsmaßnahmen nach wenigen hundert Jahren nicht mehr aufzuhalten war.
Fragen der Bauforschung werden in dem Band ergänzt durch die archäologische Einordnung der Anlage in die Entwicklung des Straßensystems der Provinz und durch die Auswertung der Inschriften, die sich vor allem im Spolienmaterial der Ufermauern fanden.

Ausführliche Beschreibung

Ein weitläufiges Ruinenareal in Chimtou/Tunesien zeugt bis heute von einem der größten Brückenbauten im römischen Nordafrika. Die hohe strategische Bedeutung der Brücke hatte angesichts der schwierigen Geländeverhältnisse zum riskanten Einsatz äußerst aufwändiger, letztlich aber nicht ausgereifter Konstruktionsweisen geführt. Trotz mehrfacher Reparaturen und immenser Sicherungsmaßnahmen kollabierte der Bau nach wenigen hundert Jahren.
Die Bauforschung an der Brücke ermöglichte mit einer umfassenden Bestandsaufnahme die Diskussion des zugrundegelegten Entwurfs und führte die Heterogenität des Baus ebenso vor Augen wie das Risiko, das insbesondere die Maßnahmen zur Sicherung des Untergrunds in sich bargen. Ergänzt werden diese Untersuchungen durch die archäologische Einordnung der Anlage in die Entwicklung des Straßensystems der Provinz und durch die Auswertung der Inschriften, die sich vor allem im Spolienmaterial der Ufermauern fanden. Sie gestatteten interessante Schlussfolgerungen auf die Zerstörungsgeschichte der Brücke.
Der vorliegende Band präsentiert ein baukonstruktives Experiment vom Ende des ersten Jahrhunderts n. Chr. Neben der ursprünglichen Anlage finden auch ihre umfangreichen Veränderungen und nicht zuletzt auch der Hergang ihres Verfalls eingehende Beachtung. Eine Besonderheit des Ruinenkomplexes stellten die Reste einer antiken Turbinenmühle dar, die während des sukzessiven Verfalls der Brücke zeitweise auf ihren Trümmern stand und schließlich ebenfalls einem Hochwasser zum Opfer fiel.

Autoreninfo

Dr.-Ing. Klaus Müller
1991–1997 Assistenz am Lehrstuhl für Bauforschung der TU München (Prof. Gottfried Gruben)
assistant lecturer at the chair for history of architecture and architectural research, Technical University of Munich

Freiberufliche Forschungstätigkeit mit Schwerpunkt antiker Architektur in Deutschland, Griechenland, Italien und der Türkei.
Freelance work as architect, specialised on research of ancient architecture
diverse projects in Germany, Greece, Italy, Turkey.

Schlagworte

1000 bis 1500 nach Christus (330) || 500 bis 1000 nach Christus (165) || Archäologie (327) || Archäologie einer Periode / Region (249) || Baudenkmäler (3) || Bauforschung (9) || Bauingenieur-, Vermessungs- und Bauwesen (2) || Baukonstruktion || Brücke (2) || Brückenbau || Infrastruktur || Konstruktiver Ingenieurbau, Baustatik || Nordafrika (235) || Simitthus (2) || Spätantike (38) || Tunesien (8)