(0)
9783895004766

Herausgeber: Hagedorn, Annette

The Phenomenon of “Foreign” in Oriental Art

2006
17,0 x 24,0 cm, 204 S., 17 farb. Abb., 66 s/w Abb., Gebunden
88,00 €

ISBN: 9783895004766
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Probekapitel

Kurze Beschreibung

Die Frage, wie Fremdheit wahrgenommen und bildlich festgehalten wird, bildet eines der grundlegenden Themen aller visuellen Disziplinen. Dieses Phänomen in seiner Bedeutung für die orientalische Kunstgeschichte anzusprechen, ist das Anliegen der verschiedenen Beiträge dieser Publikation, die von namhaften Vertretern der verschiedenen Teilbereiche des Faches verfasst sind.
In diesem Buch werden die gegenseitige Befruchtung der Kunst des Vorderen Orients und Chinas beleuchtet, Beziehungen zwischen der chinesischen und europäischen Kunst sowie derjenigen Irans und Ägyptens aufgezeigt, die Beeinflussung der indischen Kunst durch Europa sowie türkischer und indischer Architektur durch die Antike erörtert und schließlich die Rezeption islamischer Kunstwerke in Europa dargestellt.

Ausführliche Beschreibung

In den Beiträgen dieser Publikation wird versucht, das Wort „fremd“ in seiner Bedeutung für die orientalische Kunstgeschichte zu analysieren. Wie Fremdheit wahrgenommen, beurteilt und bildlich festgehalten wird, stellt eines der grundlegenden Themen der visuellen Disziplinen dar. Dieses Phänomen unter möglichst verschiedenen Aspekten – von Europa aus wie auch aus der Sicht der orientalischen und ostasiatischen Kulturen – zu untersuchen, ist das Anliegen der hier zusammengestellten Beiträge. Sie befassen sich innerhalb der kunsthistorischen Artikel mit Äußerungen über fremde Kunst sowie mit der Darstellung fremder Menschen und ihrer Erscheinung, der Einstellung fremden Kulturleistungen gegenüber und dem Umgang mit dem Fremden in der eigenen Gesellschaft. Weitere Themen des Bandes sind die gegenseitige Befruchtung der Kunst des Vorderen Orients und Chinas, der Kunst Chinas und Europas, der Kunst Irans und Ägyptens, die Beeinflussung der Kunst der Türkei durch die antike und europäische Kunst sowie der Kunst Indiens durch die europäische Kunst.
Was bisher nicht gelang, ist, das Wort „das Fremde“ für die verschiedenen Gebiete der orientalischen Kunst zu definieren. Nachdem bereits Gregor Schoeler für das Wort „Fremde“ und Franz Rosenthal für das Wort „stranger“ eine allgemeine Diskussionsgrundlage erschlossen haben, unterblieb eine Umsetzung des Wortes für die Kunstgeschichte bis zuletzt. In dieser Publikation ist das Wort „das Fremde“ durch den Begriff „the other“ ersetzt. Es werden verschiedene Ansätze unter dem Schlagwort „the other“ vorgelegt, um zu einer Diskussion und einer weiterführenden Definition des Wortes beizutragen.
Gerade zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist der Umgang mit dem Phänomen des „Fremden” eines der Grundprobleme für die gesamte kulturelle Entwicklung und damit natürlich auch ein wichtiges, zu Vertiefung und Weiterentwicklung einladendes Thema für die Kunstgeschichte.

Schlagworte

Fremdheit || Islamische Kunstgeschichte (11) || Islamische Länder (7) || Kunst: Themen und Techniken (377) || Kunstgeschichte (216) || Ostasien, Ferner Osten (39) || Politische, sozioökonomische und strategische Gruppierungen (7)