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9783895005282

Jumaili, Monem

Arabische Korrespondenz

2007
17,0 x 24,0 cm, 208 S., Broschur
24,90 €

ISBN: 9783895005282
Vorwort
Inhaltsverzeichnis

Kurze Beschreibung

"Arabische Korrespondenz" ist ein Praxis bezogenes Handbuch und vermittelt Studenten, Praktikern, Geschäftsleuten und Übersetzern ein sicheres Korrespondieren auf Arabisch. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Wirtschafts- und Handelskorrespondenz sowie die private und offizielle Korrespondenz. Kapitel für Kapitel begleiten den Benutzer wichtige, typische Wendungen, Musterbriefe in Arabisch und Deutsch und Übungen.
Ergänzt wird das Buch durch einen "Fachwortschatz Wirtschaft und Handel", der praxisrelevante Fachtermini aus Wirtschaft, Außenhandel und Finanzwesen präsentiert.

Rezensionen

„Die „Arabische Korrespondenz“ von Monem Jumaili ist – so das Vorwort – „ein auf die Praxis bezogenes Handbuch, das Studenten, Übersetzern und Geschäftsleuten ein Hilfsmittel beim Abfassen von Briefen und anderen Schriftstücken bieten soll“. Es besteht aus drei größeren Abschnitten. Der erste Abschnitt (35 Seiten) behandelt private Korrespondenz anhand von 13 Beispielbriefen zu verschiedenen Anlässen, wie etwa Glückwunsch- und Beileidschreiben, Einladungen und Dankesbriefe. Der zweite Abschnitt (38 Seiten) befasst sich mit offizieller Korrespondenz, zu der ebenfalls 13 Beispiele gegeben werden. Das Spektrum umfasst unter anderem offizielle Einladungen, Anfragen zu Studienvoraussetzungen und zur Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, eine Stellenanzeige und die dazugehörige Bewerbung, eine Vorladung ins Polizeipräsidium und eine weitere zu einer Gerichtsverhandlung. Der dritte und umfangreichste Abschnitt (104 Seiten; etwa 50 Beispiele) ist der Handelskorrespondenz gewidmet. Darin enthalten sind viele Beispiele etwa für Anfragen bei einer Handelskammer, eine Vollmacht, Angebote, Bestellungen, Auftragsbestätigungen, eine Liste mit den Incoterms (internationale Handelsklauseln), einen Vertretervertrag, eine Ausschreibung und einige Beispiele von Briefen mit „kritischem“ Inhalt wie etwa Mahnung und Reklamation. In allen drei Abschnitten sind die Beispiele in Deutsch und Arabisch wiedergegeben (modern standard Arabic; beispielsweise mit einer „modernen“ Schreibweise des Hamza). Das Arabisch ist nicht zu beanstanden, wenn man von gelegentlichen Tippfehlern1 absieht, die aber von denjenigen, die das Buch praktisch anwenden wollen, erkannt werden können. Das Buch schließt mit einem Grundwortschatz „Wirtschaft und Handel“ ab (21 Seiten; etwa 430 Einträge).
Am Anfang eines jeden der drei Hauptabschnitte wird in die Formalia der jeweiligen Korrespondenzgattung eingeführt, wie etwa in den formalen Aufbau und die verschiedenen Anredemöglichkeiten und Grußformeln. Sowohl am Ende des ersten Teils (private Korrespondenz) als auch des zweiten (Offizielles) folgen jeweils ein Abschnitt mit Vokabeln zur jeweiligen Briefgattung, die es – so eine Arbeitsanweisung – auswendig zu lernen gilt, sowie „Stereotype Wendungen“. Beides soll eine Hilfestellung sein bei der Lösung der sich anschließenden schriftlichen Aufgaben, die das Briefeschreiben trainieren sollen. Die Aufgaben bestehen aus einer oder mehrerer Übersetzungen ins Deutsche oder Arabische, sowie darin, „eigene“ Post mit verschiedenem Inhalt zu schreiben (möglicherweise war die „Arabische Korrespondenz“ ursprünglich als Lehrbuch gedacht). Diese Übungen sind eher nicht dazu geeignet, die behandelte Textgattung aktiv zu trainieren. Der Schwierigkeitsgrad ist zu hoch, die Aufgaben selbst zu trocken. Es fehlen „kleinschrittige“ Übungen zum aktiven Aufbau eines Vokabelfundus. Geeignet wären dazu etwa kürzere Übersetzungspassagen mit immer wiederkehrendem oder ähnlichem Vokabular, Lückentexte und ähnliche Übungen zur Festigung des neu erlernten Wortschatzes. Die Frage stellt sich aber generell, ob das Schreiben von Briefen intensiv geübt werden kann, oder ob nicht eher im täglichen aktiven Verfassen von Briefen ein Trainingseffekt eintrifft. Die Stärken des Buches liegen jedenfalls nicht in seinen Trainingsabschnitten. Es ist eher als Beispielsammlung brauchbar.
Ähnliche Übungen und Sammlungen stereotyper Wendungen sind im dritten Abschnitt – Handelskorrespondenz – an verschiedenen Stellen eingebaut. Dadurch ist vermutlich eine Gliederung dieses umfangreichen Teils intendiert, die zwar grob erreicht wird, das Prinzip, dem diese Gliederung folgen soll, bleibt aber unklar. Beispielsweise sind Muster für Zahlungserinnerungen zusammen mit einem Beispiel für ein Angebot auf Vertretung in einem solchen Abschnitt zusammengefasst, und die „kritische Post“ (Mahnung, Reklamation) wurde auf zwei aufeinanderfolgende Abschnitte aufgeteilt. Immerhin sind die Beispiel aber dank des Inhaltsverzeichnisses recht leicht auffindbar, so dass die etwas verwirrende Aufteilung nicht weiter stört.
Insgesamt entsteht der Eindruck, dass dem Werk etwas mehr Genauigkeit – was etwa Anordnung und Einteilung des Inhalts angeht – gut getan hätte. Kleinere Fehler, wie etwa auch in der Kopfzeile, weisen darauf hin, dass die Endredaktion vielleicht etwas übereilt verlief.
Die Frage nach dem Zielpublikum lässt sich vielleicht am besten so beantworten: Am ehesten bietet sich die „Arabische Korrespondenz“ als Materialsammlung für „Praktiker“ wie etwa Übersetzer an; möglicherweise ist es auch für Geschäftsleute brauchbar, obwohl die schriftliche Korrespondenz zwischen deutschen und arabischen Partnern doch eher auf Englisch erfolgen dürfte. Möglicherweise ist Monem Jumailis Buch auch für Studierende des Wirtschaftsarabisch von Nutzen. Es gibt zwar bereits entsprechende Briefsammlungen, die Korrenspondenzbeispiele in Arabisch, Englisch und/oder Französisch liefern (etwa die libanesische Reihe al-Kanz al-maknun fi usul kitabat ar-rasa'ip, möglicherweise geht aber die „Arabische Korrespondenz“ besser auf die Bedürfnisse deutscher Handelspartner ein. Positiv zu bemerken ist, dass Jumaili in seinem Werk relativ ausführlich Vokabular und Textbausteine für die Korrespondenz zusammenstellt, die an keiner anderen Stelle so zusammengefasst werden. Es bietet daher auch „normalen“ Studierenden der arabischen Sprache einen Fundus an stereotypen Wendungen, ohne die die arabische Korrespondenz nicht auskommt. Für sie ist aber sein Preis von 24,90 € meiner Meinung nach zu hoch.“

1 Aber S. 69, Zeile 3 der Liste: dät statt di!

In: Orientalistische Literaturzeitung. 103 (2008). 4-5. S. 584-585.

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„Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Wirtschafts- und Handelskorrespondenz sowie die private und offizielle Korrespondenz. Die zahlreichen Musterbriefe sind jeweils in Deutsch und Arabisch aufgeführt. Auf Grüße zu Festtagen, privaten Einladungen, Anfragen usw. folgen zahlreiche Beispiele für Schreiben, die das Geschäftsleben betreffen. Eingestreut sind Tabellen mit Vokabeln zu bestimmten Themenfeldern und mit stereotypen Redewendungen sowie Übungen. Das praxisbezogene Handbuch ist nützlich sowohl für Geschäftsleute als auch für Übersetzer und Studenten. Der Autor, Mitarbeiter am Orientalischen Institut er Universität Leipzig, verfasste auch ein „Deutsch-arabisches Gesprächsbuch“ und arbeitete an dem Buch „Modernes Arabisch für Fortgeschrittene“ mit.“

In: Medienspiegel der Deutsch-Maghrebinischen Gesellschaft. Juni 2007. S. 12.

Schlagworte

Afroasiatische Sprachen, Hamitosemitisch (122) || Arabisch (92) || Arabistik (27) || Fremdsprachenerwerb, Fremdsprachendidaktik (117) || Semitische Sprachen (95) || Sprachlehrwerk (20)