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9783895003837

Böhm, Stephanie

Klassizistische Weihreliefs

Zur römischen Rezeption griechischer Votivbilder

2004
22,0 x 29,0 cm, 132 S., 81 s/w Abb., Broschur
22,00 €

ISBN: 9783895003837
Vorwort
Inhaltsverzeichnis

Kurze Beschreibung

Dieser Band stellt römische Marmorreliefs mit Götterbildern vor, die in der Art klassischer Weihreliefs gestaltet sind. Es handelt sich um klassizistische Arbeiten der späten Republik und Kaiserzeit, die sich am Vorbild der griechischen Votive orientieren, diese aber nicht kopieren. Im Hinblick auf die Figurentypologie bediente man sich Anregungen, die spätklassische Urkunden- und Grabreliefs boten. Doch nicht nur retrospektive Züge kennzeichnen die Reliefs als klassizistische Neuschöpfungen. Oft fließen beim eklektischen Kombinieren auch Elemente des zeitgenössischen Bildrepertoires ein. Bemerkenswert ist indes die Stilsicherheit, durch die sich klassizistisch arbeitende Werkstätten auszeichnen. Stilformeln der Klassik werden derart gekonnt eingesetzt, dass ein Relief, dessen Figurenschmuck zum größten Teil aus eklektischen Neuschöpfungen besteht, einen ungewöhnlich klassischen Eindruck evoziert. Besonders enge Verbindungen bestehen ferner zwischen den klassizistischen Reliefs und den verschiedenen Denkmälergattungen des römischen Ausstattungsluxus.

Ausführliche Beschreibung

In diesem Band werden römische Marmorreliefs mit Götterbildern vorgestellt, die in der Art klassischer Weihreliefs gestaltet sind. Es handelt sich um klassizistische Arbeiten der späten Republik und Kaiserzeit, die sich am Vorbild der griechischen Votive orientieren, diese aber nicht kopieren. Die eigenständige Leistung der klassizistischen Bildhauer besteht darin, eklektische Neuschöpfungen geschaffen zu haben, deren Charakter sich in der Rezeption von Bildkompositionen und Figurentypen sowie in der architektonischen Gestaltung und im Format offenbart. Im Hinblick auf die Figurentypologie bediente man sich auch der Anregungen, die spätklassische Urkunden- und Grabreliefs boten. Doch nicht nur retrospektive Züge kennzeichnen die Reliefs als klassizistische Neuschöpfungen. Oft fließen beim eklektischen Kombinieren auch Elemente des zeitgenössischen Bildrepertoires ein. Bemerkenswert ist indes die Stilsicherheit, durch die sich klassizistisch arbeitende Werkstätten auszeichnen. Stilformeln der Klassik werden derart gekonnt eingesetzt, dass ein Relief, dessen Figurenschmuck zum größten Teil aus eklektischen Neuschöpfungen besteht, einen ungewöhnlich klassischen Eindruck evoziert.
Besonders enge Verbindungen bestehen zwischen den klassizistischen Reliefs und den verschiedenen Denkmälergattungen des römischen Ausstattungsluxus. Innerhalb des römisch-klassizistischen Kunstbetriebes muss für die klassizistischen Weihreliefs jedoch der Status einer eigenständigen Denkmälergattung postuliert werden.

Rezensionen

„Avec un retard dont je suis seu lcoupable, il faut saluer la parution de ce livre élégant et remarquablement bien informé sur un sujet un peu délaissé, celui des reliefs dits „classicisants“. (...)
Chaque dossier part d’une description minutieuse où la part des restaurations du XVIIIe siècle (...) est toujours scrupuleusement analysée, puis le dossier est étayé de multiples comparaisons (...) et on voit apparaître progressivement une iconographie hybride faite d’emprunts et de sontaminations savantes pour aboutir à ces représentations d’une gravité sereine et souvent énigmatiques.“

Par Henri Lavagne

In: Latomus. 68 (2009), fasc. 4. S. 1174.

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„Es ist ein großer Fortschritt, daß bisher nur vereinzelt wahrgenommene klassizistische Weihreliefs hier erstmals zusammen behandelt werden.“

In: Gnomon. 79 (2007) Heft 6. S. 545-548.

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„Es steht zu hoffen und zu erwarten, dass weitere Untersuchungen noch mehr dieser oftmals verkannten Reliefbilder des klassizistisch-römischen Kunstschaffens bekannt machen. Die solide Grundlage für deren fundierte Einordnung sollte mit dieser Studie gegeben sein.“

In: Bonner Jahrbücher. 206 (2006). S. 338-340.

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„On recommandera ce livre pour sa science, sa lecture agréable, et une investigation originale sur un sujet peu étudié dans son ensemble. Ce livre s’adresse à tous ceux qui s’intéressent au riche domaine de la sculpture gréco-romaine et à la survivance des croyances traditionelles à une époche où elles passaient pour avoir disparu.“

Mary-Anne Zagdoun

In: Revue archéologique. 2005/2. S. 413-414.

Reihentext


Mit den „PALILIA“ gibt das Deutsche Archäologische Institut in Rom eine neue Schriftenreihe heraus, in der monographische Arbeiten zur archäologischen Forschung in Italien und von Italien ausgehend veröffentlicht werden. Dabei sollen insbesondere neue Fragestellungen und innovative Forschungsmethoden, aber auch vernachlässigte Themenbereiche in der klassischen Archäologie zu Wort kommen. Neben den zentralen archäologischen Forschungsgebieten wie griechisch-römische Plastik, Ikonographie, Architektur, Stadtforschung und topographische Untersuchungen werden auch Themen der Sozial-, Wirtschafts- und Religionsgeschichte sowie Materialien der Alltagskultur einbezogen.

Schlagworte

1. Jahrhundert (1 bis 99 n. Chr.) (34) || 1000 bis Christi Geburt (122) || 2. Jahrhundert (100 bis 199 n. Chr.) (28) || 3. Jahrhundert (200 bis 299 n. Chr.) (38) || Alte Welt (126) || Altertum (42) || Altes Rom (53) || Architektur (156) || Architektur: Innenarchitektur (17) || Archäologie (420) || Archäologie einer Periode / Region (340) || Bildhauerei und Plastik (31) || Christi Geburt bis 500 (148) || Geschichte (751) || Historische Staaten, Reiche und Regionen (208) || Kunst: Themen und Techniken (383) || Kunstformen (167) || Kunstgeschichte (224) || Relief (4) || Religiöse Motive in der Kunst (25) || nicht-grafische Kunst (44)